Baudenkmäler in Datteln

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Kirchliche Baudenkmäler

Klosterkirche St. Dominikus mit Klosterflügeln, Klosterstraße 7

Die Kirche wurde erbaut zwischen 1904 und 1907, der Chor wurde 1935 umgestaltet.

Tag der Eintragung: 19.09.1983

Hallenkirche in neugotischem Stil mit zwei schmalen gleich hohen Seitenschiffen. Haupteingang aus Naturstein mit kronenartiger Überdachung und Rosetten über den ehemaligen Torflügeln, Spitzbogenfenster, dem gotischen Stil nachempfunden, mit Bleiverglasung.

Der Text der Zeittafel am Südeingang zur Kirche steht hier ...


Grabmal Carl Wiegmann, Friedhof Ahsen, Recklinghäuser Straße

Gestufter Sandsteinsockel mit Inschriftenplatte und Flachrelief: Carl Wiegmann, gestorben 1910.

Tag der Eintragung: 19.09.1983

Die Dreiergruppe auf dem Ahsener Friedhof: Das Grabmal des Carl Wiegmann (Mitte) besteht aus grauem Naturstein, in dem Maria und Jesus plastisch herusgearbeitet worden sind.


Grabmal Franz Wiegmann, Friedhof Ahsen, Recklinghäuser Straße

Gestufter Sockel mit Inschriften: Franz Wiegmann, gestorben 1904; Obelisk mit R.I.P.

Tag der Eintragung: 19.09.1983

 

 Das Grabmal des Franz Wiegmann besteht aus glattem polierten Naturstein, es ist obeliskartig ausgebildet.


Grabmal Schulte-Ahsen, Friedhof Ahsen, Recklinghäuser Straße

Gestufter Sockel mit Inschriftplatte und Darstellung eines auf einem Felsen sitzenden Engels, Kunststein, Witwe Schulte-Ahsen, gestorben 1909 (Vorderseite)

Tag der Eintragung: 19.09.1983

Engel mit Palmwedel aus Mörtel gegossen, bildhauerisch bearbeitet. Sockel aus Mauerwerk mit Putz. (Rückseite)


Kath. Pfarrhaus Ahsen, Vogelsangweg 4

Das Pfarrhaus Ahsen ist 1770 im ausgehenden Barockstil erbaut. Die Ostseite besteht aus Ziegelmauerwerk mit Fachwerk im oberen Teil.

Die Ostseite (Barockfront) hat ein Mittelrisalit und ein Barockportal (zugemauert) mit einem Fußteil aus rotem Wesersandstein. - Tag der Eintragung: 03.10.1983

Zweigeschossiges Gebäude unter Krüppelwalmdach, Erdgeschoss massiv in Backstein, Obergeschoss in Fachwerk. Südliche Giebelfassade verputzt mit klassizistischer Gliederung. Scharrierte Sandsteingewände an Haustür und Femstern. Verputzter Natursteinsockel. An der Westfassade Mittelrisalit mit Dreicksgiebel und Barockportal, im 18. Jh. beliebtes Motiv der maison de plaisance.


 

Nordseite mit massivem, eingeschossigen Anbau unter Satteldach (nicht Bestandteil des Baudenkmals). Für die Stadt Datteln und den Stadtteil Ahsen bedeutendes Pfarrhaus, insbesondere aus architekturgeschichtlichen Gründen. Mitwirkung des wesfälischen Barcokbaumeisters Schlaun wird vermutet.

Ursprünglich handelte es sich um ein früheres Bauernhaus in Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert, dem ein massiver Wohnteil an der südlichen Giebelseite vorgebaut wurde. Der Wohnteil, also das Pfarrhaus, wurde 1770 unter Pfarrer Trembleau im ausgehenden Barockstil erbaut. Es handelt sich um ein schlossartiges Gebäude, das als Pfarrhaus in der Gegend seinesgleichen sucht. Zur Gartenseite hin hat der Wohnteil ein verhältnismäßig reines und in der Form ansprechendes Mittelrisalit.

Vom Fachwerkteil blieb bis 1957 der Abschnitt mit der Tenne und den Stallungen erhalten. Dieser wurde beim Umbau im Jahre 1957 abgebrochen, gleichzeitig wurde ein Treppenhaus angebaut.

Kath. Kirche St. Marien Ahsen, Schmiedestraße

Die Kirche ist die Keimzelle des Dorfes Ahsen. Der westliche Teil der Kirche besteht aus mächtigen Bruchsteinen, die um 1730 roh bearbeitet wurden. Das Barockportal, aus Sandstein bestehend, hat im Bogenfeld zwei verwitterte Wappen mit einer fünfzackigen Krone. An der Süd- und Nordseite sind Rundbogenfenster angebracht.

Tag der Eintragung: 03.10.1983

Nur Teile der Kirche und der Ausstattung sind denkmalgeschützt.

- die drei Wände über dem Barockportal

- die Glocke: Die Glocke wurde im Jahre 1723 von Johann Syws in Münster gegossen und dem Patron der Schiffer, dem hl. Nikolaus, geweiht. Auf dem Mantel ist der hl. Nikolaus dargestellt. Der Durchmesser der Glocke beträgt, 0,56 m, ihr Gewicht 110 kg..

- das Kruzifix: Das aus Eichenholz gefertigte Kreuz entstand im 14. Jahrhundert. Der Korpus ist 0,80 m groß. Es handelt sich um eines der schönsten Kunstwerke des Vestes, das ein unbekannter Künstler der Hochgotik schuf.


 

Zur Geschichte: Die Kirche brannte 1720 aus, ihr Neuaufbau erfolgte aus den Trümmern (Jahreszahl 1723 an der Westseite über dem Kircheneingang, Weihe 1738). - Im 19. Jahrhundert Anbau an der Südseite (sog. hl. Grab), später Taufkapelle. - Bis 1929 Chor und Sakristei (östlicher Teil) wie nach dem Wiederaufbau um 1730. - 1929 Abbruch des alten Chores, Verlängerung der Kirche nach Osten, Verbreiterung durch ein Querschiff vor dem Chor.

Die Kirche St. Marien ist insbesondere für den Kirchplatz als Keimzelle des Dorfes Ahsen aus städtebaulichen Gründen und wegen der erwähnten Ausstattung aus künstlerischen Gründen denkmalwürdig.

Kath. Pfarrkirche St. Amandus (inkl. Ausstattungsstücke), Kirchstraße 15

Spätgotischer Bau mit Sichtmauerwerk aus bossiertem Naturstein. Der alte Turm enthält romanische Rundbogenöffnungen und eine Kupfertür, die reich mit Ornamenten verziert ist. Die alte Apsis an der Ostseite ist durch Strebepfeiler stark gegliedert. An der Nordseite befindet sich ein großes Rosetten-Fenster. Die Fenster sind bleiverglast und präsentieren sich in Spitzbogenform. Auch die Schalllöcher des Glockenturmes sind spitzbogenförmig., Neubau 1947-50

Tag der Eintragung: 06.05.1985

Westturm und Chor der Pfarrkirche St. Amandus haben für die Stadt Datteln besondere örtliche Bedeutung. Der Turm gehört zum ältesten Baubestand Dattelns, der Chor stammt aus der spätgotischen Zeit. Er ist aus wissenschaftlichen Gründen, die Kirchen- und Ortsgeschichte betreffend, denkmalwert. Besonders die Ausstattung hat in gleichem Maße Anteil am Denkmalwert.

An Ausstattung sind zu nennen: Sakramentshäuschen, Kruzifix, Wandnische, Heiligenfiguren, Figurengruppe (Flucht nach Ägypten), u.a.m.

Der Text der Zeittafel, aufgestellt in der Nähe des Alten Turms, steht hier ...


Ev. Lutherkirche, Martin-Luther-Straße

erbaut 1927/28; Sichtmauerwerk aus Natursteinen. Durch die vorspringenden Strebepfeiler wird eine vertikale Gliederung erreicht. Die reliefartig vorkragenden Steine unterhalb der Traufe bilden ein Ziermotiv. Der Glockenturm ist ein rechteckiger Kubus mit Flachdach. 

Tag der Eintragung: 06.05.1985

Die ev. Lutherkirche ist für Datteln von besonderer örtlicher Bedeutung, da sie als einziger expressionistischer Kirchenbau in Datteln die 20-er Jahre als Kirchenbau dokumentiert und im Schaffen des Dattelner Architekten Hugo Pfarre einen besonderen Wert einnimmt. Im Stadtbild nimmt sie eine auffällige Stellung ein.

Der Text der Zeittafel an der Hauswand des Gebäudes, gestiftet vom Plattdeutschen Sprach- und Heimatverein, steht hier ...


Ev. Friedenskirche am Schiffshebewerk, Provinzialstraße 14

älteste evangelische Kirche im Ostvest, erbaut 1901; Backsteinmauerwerk mit Rundbogenfenstern. Der Giebel mit dem Eingangsportal ist durch die Mauervorlagen stark gegliedert. Die Kirche besitzt ein Satteldach mit Ziegeldeckung.

Tag der Eintragung: 06.05.1985

Die ev. Friedenskirche ist bedeutend für Datteln sowie für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnissen, weil sie für die beim Bau des Henrichenburger Schiffshebewerkes tätigen ev. Arbeiter als Kapelle im weitesten Umkreis einzig eingerichtet wurde.

 

Der Text der Zeittafel neben dem Eingang zur Kirche steht hier ...


Schlosskapelle, Horneburger Straße 41

Alte Pfarrkirche Horneburg

Die ehemalige Kath. Pfarrkirche St. Maria Magdalena ist gegen Ende des 16. Jahrhunderts unter Verwendung älterer Architekturstücke erbaut worden. Im Jahre 1654 wurde sie vergrößert. - Tag der Eintragung: 02.04.1986

Das Gebäude ist ein gotisierender Saalbau, der aus einem einschiffigen, zweijochigen Raum mit 5/8 Chorabschluss und einem Kreuzgewölbe mit Rippen, die auf Konsolen aufsitzen, besteht. Die Fenster sind spitzbogig dreiteilig mit schwerfälligem Maßwerk. An der West- und Nordseite befinden sich einfache rundbogige Eingänge. Die Nischenbauten an der Süd- und Ostseite des Chores sind aus neuerer Zeit. Die Kirche besteht aus verputzten Ziegelsteinen, die architektonische Gliederung aus Werksteinen.

Der Text der Hinweistafel, die am Eingang zur Kirche aufgestellt ist, steht hier ...


Spartakistengrab, Friedhof Datteln-Ahsen, Recklinghäuser Straße

Schlichtes, stenernes Grabmal: Ruhestätte von fünf Rot-Gardisten, die im Kampf um die Verteidigung Dattelns im Frühjahr 1920 (Ruhrkampf) umkamen.

Tag der Eintragung: 07.10.1997

 

 

Hochrechteckiger Stein mit Eintiefung für eine Inschrift, beidseitig flankiert mit dreifach eingedellten Seitenteilen, darüber ein waagerechter Stein und ein kistenähnlicher Abschluss. Vor diesem Grabstein ein mit einfachen Steinen eingerahmtes Grabfeld. In der Eintiefung war von 1920 bis 1935 die Inschrift „Söhne des Volkes wollen wir sein und bleiben. Sie starben für uns, der Geist, der lebt.“ Diese Inschrift wurde 1935 auf Anweisung der Gestapo entfernt. Das Grabmal ist bedeuten für die Geschichte der Menschen in Datteln und im Ruhrgebiet als sichtbarer Beleg für den Ruhrkampf, der hier im Jahre 1920 stattgefunden hat.


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