Dattelner Tafel

Die Dattelner Tafel hilft Dattelnern, denen es finanziell dreckig geht.

 

Zweimal die Woche öffnet die Dattelner Tafel ihre Türen an der Heibeckstraße 20, und zwar dienstags von 9:30 bis 14.30 Uhr und donnerstags von 13 bis 18:30 Uhr.

 

Etwa 1700 Dattelner, darunter mehr als 400 Kinder unter 14 Jahren, sind zurzeit bei der Tafel des Caritasverbandes Dattelnund Haltern a. See als Kunden registriert. Hinter diesen einkaufsberechtigten Kunden verbergen sich nachweislich bedürftige Rentner mit kleinem Einkommen, Alleinerziehende und kinderreiche Familien, Einzelpersonen und durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit verarmte Menschen in Datteln. Beim Start der Einrichtung im Jahr 2000 waren es „nur“ 180.

Foto ©  Irina Riekoetter

 

Sich bei der Tafel registrieren lassen: Immer mehr Dattelner müssen dies tun, um über die Runden zu kommen.

 

Die Oganisatoren der Tafel gehen davon aus, dass es viel mehr bedürftige Menschen in der Stadt gibt. Denn viele arme Bürger, die mit Sozialhilfe oder Mini-Rente ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen, müssen erst ihre Scham überwinden, bevor sie zur Tafel gehen. Kamen in den Anfangsjahren rund 30 Kunden, sind es an den Ausgabetagen mittlerweile regelmäßig bis zu 180 nachweislich bedürftige Bürger, die bei der Tafel gespendete Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, gebrauchte Kleidung und Hausrat einkaufen. Lebensmittel gibt es für 10 Prozent des ursprünglichen Warenwerts.

 

Wenn es die Tafel nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Wir dürfen die Tafel-Arbeit nicht aufs Spiel setzen.“

 

Die Dattelner Tafel gibt es seit dem Jahre 2000. Dass es sie schon so lange gibt, ist aber kein Grund zum Feiern. Im 15. Jahr ihres Bestehens sagte der damalige Caritas-Vorsitzende Wolfgang Cornelius: „Gut, dass es die Tafel gibt, schlecht, dass es sie geben muss.“ Sein frommer Wunsch – damals wie heute: den in Deutschland zweifellos vorhandenen Wohlstand gerechter zu verteilen.

Damals hatte der Caritasverband angedroht, dass die Tafel schließen müsse, wenn die Bereitschaft zur Unterstützung der Tafel durch Spenden und städtische Zuschüsse nicht zunehme. Im Sommer 2015 verschärfte die Flüchtlingsproblematik die finanzielle Notlage der Tafel; in jenen Tagen zählte sie nämlich 20 Neuanmeldungen pro Woche. Damals klagte die Leitung der Dattelner Tafel: „Wir sind am Ende der Fahnenstange angekommen. Das Warenangebot wird knapper und auch die Mitarbeiter sind an der Belastungsgrenze.“.

Letztendlich fand sich – zum Wohle der Sozialhilfeempfänger und Geringverdiener – eine Lösung, um die Existenz und den Fortbestand der Dattelner Tafel, die die armen Menschen hier in Datteln mit preiswerten Lebensmitteln, gebrauchter Kleidung und sozialer Beratung unterstützt, zu sichern. Die Dattelner Tafel trägt so zu einer erschwinglichen gesunden Ernährung bei.

 Foto ©  Irina Riekoetter

 

Bedürftige können bei der Tafel günstig einkaufen.

 

Um all diesen Menschen helfen zu können, bedarf es eines gut funktionierenden Netzwerks von Händlern, von denen die Tafel die Lebensmittel erhält. Bekannte Handelsketten, aber auch kleinere Betriebe unterstützen die Arbeit der Dattelner Tafel. Die Versorgung der Bedürftigen durch die Hilfsorganisation ist im Grunde genommen sichergestellt, kleinere Engpässe gab es kurzfristig im Zuge der ersten großen Flüchtlingsströme.

Im Jahre 2015, als Hunderte Flüchtlinge nach Datteln kamen und der Kundenkreis von rund 1200 nachweislich Bedürftigen auf 1800 in die Höhe geschnellt war – was zu langen Schlangen und Wartezeiten geführt hatte – verlängerte Dattelns Tafelteam die Öffnungszeiten und führte ein Nummernsystem ein. Das regelt seitdem, wer wann in der Tafel einkaufen darf. Alle halbe Stunde kommen 15 neue Kunden an die Reihe. Wer seine Zeit verpasst, hat Pech gehabt.
„Daran mussten sich einige erst gewöhnen“, sagt Hedi Hoppe, die ehrenamtlich mithilft. Einige ältere Kundinnen habe der Anblick von Gruppen fremd aussehender Männer damals erschreckt. Manchmal ging es laut und hektisch zu. „Das hat sich aber alles eingependelt. Die Flüchtlinge mussten ja auch erst lernen, wie das hier läuft“, sagt Hedi Hoppe.
Einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge, wie ihn die Essener Tafel beschlossen hatte und dafür viel Kritik hat einstecken müssen (die Tafel in Marl verfährt übrigens ebenso), ist in Dattelns Tafel kein Thema, betont Projektleiterin Ursula Kuchta. Jeder nachweislich bedürftige Mensch werde gleich behandelt, bekomme die gleichen Waren. Religion oder Herkunft spielen keine Rolle. Nur, wer sich nicht benimmt, bekommt Einkaufsverbot.

140 bis 180 Menschen kommen dienstags und donnerstags – den Verkaufstagen. „Zum Monatsende hin sind es immer mehr“, sagt Tanja Schürmann.

 

"Herz braucht Hände"

 

Aktuell sind 60 ehrenamtliche Helfer für die Tafel tätig, außerdem drei geringfügig Beschäftigte, drei Teilnehmer einer Fördermaßnahme, sowie die Mitarbeiter, die im Zuge einer sogenannten Arbeitsgelegenheit (AGH), auch bekannt als Ein-Euro-Job, im Einsatz sind. Sie aller werden von einer hauptamtlichen Projektleitung betreut. Einige der Helfer sind selbst Tafelkunden. Sie leisten wertvolle Unterstützung bei der Warenabholung, beim Sortierdienst, bei der Warenausgabe, bei Infoständen oder auch bei Verwaltungsaufgaben.

Leider läuft der Laden immer besser – ein trauriges Zeichen dafür, dass es immer mehr Menschen in Datteln gibt, die wirtschaftliche Sorgen und keinen Job haben. Und deswegen braucht die Tafel der Caritas auch immer wieder aktive Mitstreiter. Ständig auf der Suche nach ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern begrüßt Ursula Kuchta neue Ehrenamtliche mit offenen Armen: „Wenn Sie bereit sind zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit und zur Unterstützung unseres tollen Teams, heißen wir Sie herzlich willkommen. Denn es gibt immer mehr zu tun: mehr Kunden, mehr Ware. Wir brauchen Unterstützung beim Aussortieren von verdorbenem Obst und Gemüse und beim Überprüfen der Haltbarkeitsdaten.“ Dabei kann jeder so viel Zeit investieren, wie er möchte. Manche sind zwei Stunden pro Woche dabei, andere bringen es auf 50 Stunden.

 

2015, als die Dattelner Tafel 15 Jahre alt wurde, veröffentlichte die Dattelner Morgenpost eine vierteilige Serie über die verschiedenen Arbeitsfelder der Tafel: Lebensmittelbeschaffung, Lebensmittelsortierung, Lebensmittelausgabe und Beratung.

Lesen Sie die vierteilige Serie hier:

Teil 1 - Auf Tour mit den Lebensmittelsammlern

Teil 2 - Die Lebensmittel-Sortierer

Teil 3 - Die Verkäufer

Teil 4 - Die Beraterin

 

Die Spendenbereitschaft vieler Dattelner ist erfreulich.

Sammelaktionen in der Fußgängerzone

 

Regelmäßig sammelt die Dattelner Tafel am Waffelstand in der Fußgängerzone haltbare Lebensmittel und Hgieneartikel für Bedürftige. Um ihre Kunden mit dem Notwendigsten versorgen zu können, freut sicht die Tafel auch über nicht verderbliche Lebensmittel, verpackte, haltbare Grundnahrungsmittel, Kleidung, Spielwaren und Haushaltwaren in gutem Zustand. Denn von den Dattelner Händlern bekommen die Tafel vornehmlich leicht verderbliche Lebensmittel gespendet, die kurz vor dem Ablauf der Mindesthaltbarkeit stehen.

 

„Um diese Menschen zu versorgen, nehmen wir gerne auch Lebensmittel, verpackte, haltbare Grundnahrungsmittel, Kleidung, Spielwaren und Haushaltwaren in gutem Zustand entgegen", so Ursula Kuchta. Die Lebensmittelspenden werden direkt an die Kunden zu den Öffnungszeiten der Dattelner Tafel weitergeleitet.

 Hedi Hoppe, Ursula Kuchta und Christel Fischer (v.li.) am Info- und Waffelstand der Tafel.

(Foto: Norbert Schmitz in der Dattelner Morgenpost vom 13.04.2017)


 

Spenden für Schüler

 

Schule geht ins Geld. Allein 100 Euro sind schnell für einen Tornister fällig. Ganz zu schweigen von Taschenrechnern, Büchern, Mal- oder Zirkelkasten. Längst nicht alle Eltern können sich das erlauben, daher macht die Caritas mit der „Aktion Schultasche“ mobil und bittet um Spenden.

 

Seit Jahren kritisiert Ursula Kuchta, die Leiterin der Dattelner Tafel, dass viele Schulen den Eltern den Kauf von Markenprodukten empfehlen oder dies gar vorschreiben. Manchem Lehrer sei es offensichtlich nicht bewusst, dass solche Vorgaben Familien, die mit Arbeitslosengeld II klar kommen müssen, vor Probleme stellt, meint die Tafel-Chefin. Sie weiß, dass Kinder schon mal von Mitschülern gehänselt werden, weil ihnen Schulmaterial fehlt oder weil sie nicht die angesagten Markenbuntstifte im Etui haben.

 

„Wir haben eine ehemalige Kunstlehrerin in unserem Helferteam, die früher selbst Bilder ihrer Schüler auch danach bewertet hat, wie brillant die Farben wirkten. Billigfarben können oft nicht mit Markenprodukten mithalten. Sie hatte sich darüber damals keine Gedanken gemacht“, erzählt Ursula Kuchta. Die Aktion Schultasche soll jungen Schülern solche negativen Erfahrungen ersparen und ihnen einen gerechten Start ins Schulleben ermöglichen.

 

Mit dem Slogan „Aktion Schultasche – Gleiche Chancen von Anfang an“ sammelt die Dattelner Tafel seit 2008 Schulartikel für bedürftige Kinder. Jedes Jahr kurz vor den Sommerferien bittet das Team um Geld- und Sachspenden, denn Hefte, Stifte und Tornister sind teuer. Besonders die Erstausstattung zum Schulstart können sich viele Familien nicht leisten. mit den Spendengeldern kann die Tafel die Schulsachen einkaufen, die die Schulen fordern, die aber nicht von allen Eltern bezahlt werden können.

In großen Mengen mit möglichst guten Rabatten kaufen die Mitarbeiter der Tafel dann neue Klebestifte, Wachsmalkreide, Scheren, Zirkel, Lineale, Geodreiecke, Malkästen, Zeichen- und Collegeblöcke. Gebrauchte Tornister für Grundschüler sind ebenso wie Schultaschen für Schüler der weiterführenden Schule willkommen.

 

„Die Artikel sind teuer. Und beim Schulwechsel möchten die Kinder eine Tasche, die cool ist“, sagt Ursula Kuchta. Aber auch der Grundstock für den Schulstart kostet viel Geld: Wer möchte, kann für die i-Dötzchen eine Schultüte bestücken.


Wer keine Sachspenden leisten, die Aktion aber dennoch unterstützen möchte, kann auch Geld spenden. „Damit kaufen wir das ganze Jahr über Schulartikel für die Kinder und Jugendlichen“, sagt Ursula Kuchta. Dabei geht es vor allem um die Vorgaben der Schulen. „Die geforderte Ausstattung können Eltern oft nicht finanzieren.“ Zu den Familien, die von der Tafel unterstützt werden, gehören rund 460 Schulkinder.

Fotos aus der Dattelner Morgenpost: o.l. Martin Halfar und Elisabeth Herrschaft (Foto: Andreas Kalthoff am 17.08.2012), o.r. und u.l. Tanja Schürmann und Ursula Kuchta (Fotos: Uwe Wallkötter am 09.07.2013, Andreas Kalthoff am 27.08.2014) u.r. Gerlind Schalomon und Ursula Kuchta (Foto: Andreas Kalthoff am 27.06.2016)

Die Dattelner Morgenpost unterstützt die Dattelner Tafel jedes Jahr bei ihrem Aufruf zur Aktion Schultasche mit schönen Fotos: oben: Theo Marchalek, Tanja Schürmann und Ursula Kuchta (Foto: Björn Korte am 27.06.2017), unten Marcel Kusmat und Ursula Kuchta (Foto: Andreas Kalthoff am 26.06.2018).


Festessen für Familien

 

Mit wenig eine große Freude bereiten: Mit den Spenden für ihre Aktion „5 Euro für ein Weihnachtsessen“ ermöglicht die Dattelner Tafel ein Weihnachtsessen aus gekauften Lebensmitteln für ihre nachweislich bedürftigen Kunden. Waren es anfangs 600 Familien, die die Tafel jedes Jahr zu Weihnachten mit Menüs beschenkt hat, so ist diese Zahl unterdessen auf rund 750 Haushalte angewachsen.

 

Dafür sammelt die Tafel Spendengelder, Die Tafel bittet jeweils um eine kleine Spende und/oder um haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Weihnachtsdeko und Kinderspielzeug, um armen Familien in der Stadt die Festtage etwas angenehmer zu machen. Mit den Spendengeldern kauft sie die Zutaten für ein „Fest“-Essen an Weihnachten, z. B. tiefgefrorene Hähnenschenkel, Reis, Gemüse-Konserven, Kaffee und Kakao, die sie die Kunden im Rahmen der Weihnachtssonderausgabe überreicht.

 

Außerdem freuen sich rund 300 Kindergarten- und Grundschul-kinder über Nikoläuse oder Adventskalender.

 

Foto aus der Dattelner Morgenpost: Stefan Huxel am 27.11.2012 und 22.11 2013, Uwe Wallkötter am 20.11.2014,  Andreas Kalthoff am 13.11.2015 und 28.11.2016, Heinz-Peter Mohr am 09.11.2017


Bücherspende

Lesestoff für junge Tafel-Kunden

Reichlich kostenlosen Lesestoff gibt es in der zweiten Herbstferien-Woche für die 500 Kinder und Jugendlichen, die zu den 1 800 Kunden der Tafel zählen. Drei Kisten voller Bücher hat Wolfgang Tänzer jüngst abgeliefert.

Einmal im Jahr darf der Chef des „Bücherwurms“ im Namen der Kulturstiftung „selbst.Los!“ den Weihnachtsmann spielen. Dann liefert er die schwer beladenen Kartons mit insgesamt rund 180 Büchern bei Tafel-Chefin Ursula Kuchta ab.
Im Jahre 2009 hat das Ehepaar Annelie und Wilfried Stascheit die Stiftung unter dem Motto „Kinder brauchen Bücher, arme noch viel mehr – Bücher für Tafelkinder“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, finanziell benachteiligten Kindern den Zugang zu Bildung und Kultur zu ermöglichen.
Zur Verteilung des Lesestoffs werden bereits vorhandene Strukturen im Buchhandel genutzt. Die gespendeten Bücher werden in Kisten zu je rund 60 Büchern mit größtenteils unterschiedlichen Titeln gepackt und vom lokalen Buchhändler bereitgestellt.
Diese Aufgabe hat bereits zum fünften Mal Wolfgang Tänzer vom „Bücherwurm“ übernommen. Tafel-Chefin Ursula Kuchta freut sich im Namen der Kinder auch über weitere Buchspenden. Benötigt wird auch zweisprachige Literatur, gerne arabisch-deutsche Titel.

(Stefan Huxel in der Dattelner Morgenpost 16.10.2016)

 

Kindern Zeit zum Lesen schenken

Der Duft von neuen Büchern steigt in die Nase, als Wolfgang Tänzer vom Bücherwurm 90 Exemplare auf dem Tisch in der Dattelner Tafel ausbreitet. Eine Spende, die wie jedes Jahr von dem Verlegerehepaar Annelie und Wilfried Stascheit im Rahmen der „Selbst.Los! Kulturstiftung“ an die Tafeln verteilt wird.
Drei Kisten voll mit neuen Kinder- und Jugendbüchern hat Wolfgang Tänzer geliefert, die sich Kunden der Tafel ab sofort abholen können. Ursula Kuchta, Fachdienstleitung SozialRaumArbeit, möchte mit den Büchern Kindern Zeit zum Lesen und Vorlesen schenken. „Viele Eltern nehmen selten einen Roman zur Hand, so fehlt die Vorbildfunktion“, sagt Kuchta. Außerdem verbinden Kinder das Lesen oft mit der Schule und haben dadurch keinen Spaß an der Sache. „Das Vorlesen fehlt“, findet Kuchta. Daher habe sich die Tafel auch dafür entschieden, die Bücher in den dunklen Monaten zu verteilen. „Als Anregung, Zeit mit seinem Kind zu verbringen.“ Denn: Herbstzeit sei Lesezeit.
Einige der Bücher müssen, so Kuchta, „gemeinsam mit dem Kind entdeckt werden“. „An Ricos Strand wird viel gerannt“, heiße ein Buch. „Das muss man sehen“, sagt Tänzer. Andere hingegen sind für das jugendliche Alter bestimmt. „In Russian Roulette muss der 14-jährige Geheimagent Alex Rider sich gegen einen Verbrecher beweisen“, sagt Tänzer und beschreibt den Roman von Anthony Horowitz als „Der junge James Bond für Jugendliche“.

(Sarah Kuhlmann in der Dattelner Morgenpost vom 07.11 2018)

Tafel-Leiterin Ursula Kuchta und Buchhändler Wolfgang Tänzer werfen einen Blick in einige der rund 180 gespendeten Bücher.

(Foto: Stefan Huxel - Dattelner Morgenpos)

Eine bunt-gemischte Bücherspende erhielt die Tafel von Wolfgang Tänzer (Bücherwurm), getragen von der „Selbst.Los!Kulturstiftung“, die Ursula Kuchta dankend entgegennahm.

(Foto: Andreas Kalthoff - Dattelner Morgenpost)


Pfand für die Tafel

Bei Edeka und Rewe in Datteln können Kunden mit ihren Bons aus dem Leergut-Automaten die Tafel in Datteln direkt unterstützen. Das Verfahren ist einfach: Kunden kommen mit ihren Mehrweg- und Einweg-Flaschen zum Annahmeautomaten und entscheiden selbst, ob sie die ausgedruckte Gutschrift für ihren Getränke-Neueinkauf verwenden oder in die orangefarbene Sammelbox mit dem bundesweiten Tafel-Logo werfen. Denn die Tafel kann jeden Euro für ihre Arbeit gebrauchen. Viele kleine Beträge können in Summe viel bewirken.

Edeka-Chef Arnold Lasarz hilft der Tafel seit vielen Jahren mit Spenden und der Abgabe von Lebensmitteln. Mit der Abgabe ihres Leergutes können die Dattelner nun ebenfalls etwas für die Umwelt und die bedürftigen Tafelkunden tun, die auf preiswertes Einkaufen von Lebensmitteln im Tafel-Laden angewiesen sind.

Die Pfand-Sammel-Idee ist nicht neu. Ihren Ursprung hat die Pfandspende in Skandinavien: Die Dänen, Schweden und Norweger spenden seit vielen Jahren ihr Flaschenpfand gemeinnützigen Organisationen. Dattelns Tafel-Chefin Ursula Kuchta ist jedenfalls schon gespannt, was dabei an finanzieller Hilfe herauskommt.

Bitte hier hinein mit den Leergut-Bons: Tafelchefin Ursula Kuchta, Lasarz-Geschäftsführer Arnold Lasarz und Tafel-Mitarbeiter Klaus Goede präsentieren die neue Spenden-Box der Tafel im Edeka-Markt. (Foto: Dattelner Morgenpost 22.09.2011)

 


Frauen stricken für die Tafel

Monatelang haben sie die Stricknadeln für den guten Zweck klappern lassen. Jetzt hat Caritas-Mitarbeiterin Ursula Kuchta Mützen, Schals, Pullover und Co. für die Tafel-Kunden entgegen nehmen können. Stets am zweiten Samstag im Juni – am Weltstricktag – begrüßt Monika Bohland den „harten Kern“ des Strickteams in ihrem Handarbeitsgeschäft „Fadenspiel“ (Hohe Straße 11), beköstigt die fleißigen Handarbeiter mit Kaffee und Kuchen und stellt ihnen das Material zur Verfügung, damit die Damen und der eine Herr für die Tafel stricken. Vollendet werden die Werke meist in den eigenen vier Wänden.
„Vorwiegend Sachen für Kinder bis sechs Jahren sind dabei entstanden, obwohl es auch etwas für Erwachsene gibt. Es ist wieder querbeet“, freut sich Monika Bohland über den regen Zuspruch. Denn abgesehen vom harten Kern haben zusätzlich rund 20 Kundinnen im Laufe der vergangenen Wochen Strickwaren für die Tafel in dem Geschäft auf der Hohen Straße eingereicht.
„Viele Kunden kaufen für diesen Zweck extra die Wolle und achten auch auf schöne Farben“, sagt Petra Schwarm, die selbst mitgemacht hat. 178 Teile – Mützen (72), Schals (32), Socken (17), Schühchen (16), Pullover (15), Stulpen (8), Jacken (5), Kleidchen (4) und Decken (4) – sind dabei entstanden.
Tafel-Chefin Ursula Kuchta ist von dem Engagement für nachweislich bedürftige Menschen begeistert: „Ich finde das großartig, weil das ein sehr kreativer Einsatz ist.“ Und ein ganz besonderer obendrein, denn es sei auch für die Tafel-Kunden etwas Außergewöhnliches, „wenn andere Menschen sich für sie einsetzen und etwas nur für sie tun“. (Dattelner Morgenpost 08.10.2015)

 

Seit Jahren schon bittet Monika Bohland vom Handarbeitsladen „Fadenspiel“ anlässlich des „Tages des Strickens“ zum Stricken für den guten Zweck. Adressat der Aktion ist die Dattelner Tafel. Am Samstag gibt es eine Neuauflage der Aktion.

Die handgemachten Socken, Pullover, Jacken, Mützen und Schals für Kinder sind bei den Tafel-Kunden heiß begehrt, weiß Monika Bohland. Im Laufe der Zeit hat sich ein Kreis von Stammkundinnen gebildet, die schon über den Winter fleißig zu den Stricknadeln greifen, um für die Aktion schon einmal Kleidungsstücke „vorzustricken“. Dabei kommen meist Wollreste zum Einsatz. Ein großer Karton mit Kinderkleidung ist so schon wieder zusammengekommen.(Dattelner Mogenpost 20.05.2018)

Stricken für die Tafel (v.li.): Ulrike Eckert, Irene Rehorst, Monika Bohland, Petra Schwarm, Elisabeth Schulz, Margret Hilbig, Frank Hambuch und Tafel-Chefin Ursula Kuchta nahm die 178 Strickwaren dankend entgegen.

(Foto: Andreas Kalthoff- Dattelner Morgenpost am 08.10.2015

Das kann sich sehen lassen: Die Strick-Damen Christa Weishaupt, Anne Blau, Petra Schwarm, Irene Rehorst, Susanne Boenke, Monika Bohland, Margret Hilbich und Sigrid Zöllner übergeben ihre Strickwaren im Fadenspiel an Tafel-Chefin Ursula Kuchta (2.v.r.).

(Foto: Andreas Kalthoff, Dattelner Morgenpost am 03.10.2016)


 

Sonderaktionen:

Kinder beschenken Kinder

Sichtlich stolz trug die kleine Johanna (4) aus dem AWO-Kindergarten „Trauminsel“ ihren „Käfer Kunterbunt“ in die Dattelner Tafel an der Kirchstraße und übergab das Brettspiel an die Leiterin Ursula Kuchta. Die Kinder aus der „Sonnengruppe“ und der „Sternengruppe“ hatten beschlossen, von ihrem Spielzeug etwas abzugeben und zu Weihnachten mit Kindern zu teilen, denen es nicht so gut geht wie ihnen,

 

Auch der dreijährige Elias lief schon im Geschenk-Tross mit und verschenkte großherzig sein schmuckes Plastik-Flugzeug. Zuvor hatten Tafel-Mitarbeiter schon eine ganze Wagenladung an Spielen, Bilderbüchern, Puzzles, Autos und Kuscheltieren aus der „Trauminsel“ abgeholt, weil die Kinder natürlich nicht alles tragen konnten.


Die Tafel bedankte sich bei den edlen, kleinen Spendern mit einer Kinderführung durch die weitverzweigten Lager und schließlich mit Kakao und Weihnachtsplätzchen. (DMP 12.12.2016)

Camping-Freunde beschenken Kinder

Die Camping-Freunde spenden bunte Weihnachtspäckchen für Kinder. Die Tafel hat nun eine Sonderausgabe geplant - und dort gibt es nicht nur die Geschenke.

 Auf einem großen Tisch in einem der Räume der Dattelner Tafel stapeln sich bunt verpackte Geschenke. Sie sind eine Spende des Campingplatzes „Haard-Camping“ von Michael Weber und seinen Freunden und zahlreichen Campern. Genau 100 Geschenke im Wert von rund 2000 Euro sind zusammengekommen.
„Wir haben mit ein paar Freunden bei einem Latte Macchiato zusammengesessen“, erzählt Michael Weber. Dabei hätten sie besprochen, dass es auch Menschen gibt, die sich das nicht leisten können. „Wir wollten etwas tun“, sagt er. Und: „Es sollte unbedingt lokal und für die eigene Stadt sein – es war mir wichtig, zu wissen, dass die Spende in gute Hände kommt.“ Über eine andere Aktion habe er die Idee gehabt, sich an die Dattelner Tafel zu wenden. „Ich habe gefragt, wo Bedarf ist – vor allem für die Kinder.“
So habe er Freunde, Nachbarn, Gäste und Unternehmer angeschrieben. „In zwei Wochen sind alle Geschenke zusammengekommen“, sagt Weber. Am Samstag habe er mit zehn freiwilligen Helfern drei Stunden lang die Geschenke verpackt. Diese sind rot (Mädchen) oder blau (Jungen) markiert und für Kinder zwischen einem Jahr und zwölf Jahren geeignet. „Es wurde auch Geld gespendet – damit habe ich Lebensmittel gekauft“, sagt Weber. „Wir freuen uns sehr über die großartige Aktion“, freute sich Ursula Kuchta von der Tafel. (DMP 13.12.2017)


Helfer brauchen Hilfe

 

Das Team der Dattelner Tafel wirbt für das Engagement im Ehrenamt. „Wir werden über kurz oder lang neue Unterstützer brauchen“, so die Leiterin mit Blick auf die nahe Zukunft „Daher möchten wir interessierte Bürger dazu einladen, sich ganz ungezwungen einmal ein Bild von unserer Arbeit und unserem tollen Team zu machen. Sie können gerne in unsere Abläufe hinein „schnuppern“ bevor Sie sich für ein Ehrenamt entscheiden.“
Weitere Informationen zur ehrenamtlichen Arbeit bei der Dattelner Tafel und zu möglichen Spenden bekommen Interessierte montags bis freitags unter Tel. 02363/565616, donnerstags (12 bis 17.30 Uhr) auch unter Tel. 02363/357024.