Dattelner Chöre

 

Singen macht Mut!

 

Unter diesem Motto gestaltet die Arbeitsgemeinschaft Dattelner Chöre seit dem Jahre 2002 ein Benefizkonzert zugunsten einer Dattelner gemeinnützigen Einrichtung. Jeweils im März singen die Dattelner Sängerinnen und Sänger gemeinsam, um einen schönen musikalischen Abend zu bieten und um mit dem Erlös des Konzertes Gutes zu tun. Für den guten Zweck treten die Musiker unentgeltlich auf, die Evangelische Kirchengemeinde stellt die Lutherkirche kostenlos zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, es wird aber um großzügige Spenden gebeten. Zudem helfen Dattelner Geschäftsleute und Banken bereitwillig, die Fördersumme um ein schönes Sümmchen aufzustocken. Dafür erarbeiten die Chorleiter mit ihren Sängern ein buntes Frühlingsprogramm: Seemanns- und Volkslieder, Klassisches und Kirchliches wechseln sich facettenreich ab, für jeden Geschmack ist etwas dabei. So unterschiedlich die Chöre, so vielfältig das Repertoire. Einmal im Jahr können sich die Zuhörer hier ein Bild von der großen musikalischen Bandbreite der Dattelner Chöre machen. Kleine musikalische Glanzlichter aneinandergereiht garantieren zwei Stunden beste Unterhaltung.

 

In diesem Jahr (31. März 2019) waren zu hören die Neue Kantorei unter der Leitung der Kantorin Sung-Jin Suh. Mit jeweils drei Liedern aus ihren Konzertprogrammen sind dabei der Männergesangverein 1862 um seinen Chorleiter, den Konzertpianisten Rainer Maria Klaas, der Hafenchor mit seinem Dirigenten Stefan Pietzko, der Frauenchor bella cantica unter der Leitung von Irina Tseytlina, der Erwachsenen-Chor der Musikschule mit Christoph Vatheuer und der Frauenchor „Wir Sings“ unter der Leitung von Dr. Alexia Benthaus. In früheren Jahren waren auch der Gospel-Chor der Friedenskirche mit Chorleiter Thomas Roth dabei. Bunt wie das Frühjahr bietet das musikalische Programm in der Lutherkirche etwas für jeden Geschmack und macht gute Laune. Gospel, Volkslieder, Klassisches und Kirchliches, Musicalmelodien, Shantys und Rockpop-Klassiker sorgen wie in den Jahren zuvor für viele unterschiedliche Facetten. Die sechs Chöre tragen sie mit jeder Menge Herzblut vor und sind fest vom Erfolg der Veranstaltung überzeugt.

 

Die Freude ist groß

Bei meinen Besuchen der Dattelner Gesangvereine konnte ich feststellen: Motiv, Ziel und Hauptaufgabe eines jeden Chores sind: die Freude an der Musik, das Bestreben, die Chorszene in Datteln kulturell zu bereichern und das gesellige Beisammensein im Kreis der Chorgemeinschaft.

 

Obwohl – oder gerade weil – Datteln keine große Stadt ist, gibt es bei uns viele aktive Musiker und musikbegeisterte kleine und große Menschen, die sich in Chören und Instrumentalgruppen organisieren oder das Spielen eines Instrumentes erlernen.

 

Männergesangverein Datteln 1862

Männergesangverein Datteln 1862

 

Seit über 150 Jahren hat der Verein durch seine musikalischen Darbietungen nicht nur den Mitbürgern viele Stunden guter Unterhaltung geboten, sondern auch das kulturelle Ansehen Dattelns in der engeren und weiteren Heimat gestärkt. Nachdem sich bereits in den 1850er Jahren zunächst einzelner Sänger in lockerer Runde zum Singen getroffen hatten, ohne einen festen Verbund miteinander einzugehen, entstand 1862 – in der sog. „Upkammer“ des Dorfschultenhofes – unter dem Namen „Concordia“ ein ordentlicher Verein, geführt von Emmanuel Pohlschröder. Diesem Vereinsnamen (Eintracht), der erst nach Jahrzehnten in „Männergesangverein 1862“ umgetauft wurde, haben die Mitglieder stets Ehre erwiesen, indem er dem einträchtigen Zusammenhalten der fröhlichen Gemeinschaft und herzlichen Sangesbruderschaft eine dauerhafte Pflegestätte bereitete. Nichts konnte die Lebenskraft des Vereins zerstören, weder örtliche Krisenzeiten noch die schweren Erschütterungen der beiden Weltkriege. Von dieser Lebenskraft des Vereins zeugen nicht nur die zahlreichen Konzerte, die in regelmäßiger Folge den Jahresryhthmus (z.B. in der Adventszeit) begleiten, sondern auch die vielen Preise und Ehrungen, die er von Gesangwettstreiten heimbrachte, und die glänzenden unvergessenen Feste, die der Verein bei seinen verschiedenen Jubiläen veranstaltete. Seit dem 1. Januar 2005 dirigiert Rainer Maria Klaas den Verein; er ist ausgebildeter Konzertpianist.

Höhepunkt des Vereinslebens der letzten Jahre war der Besuch der katalanischen Metropole Barcelona. 2017 reisten Chorleiter Rainer Maria Klaas, 20 Sänger und acht Sän­gerfrauen ans Mittelmeer und gaben zwei Benefizkonzerte. Gemeinsam mit dem spanischen „Coral de Collegio de Médicos de Barcelona“ sangen die Dattelner Sänger in deutscher Sprache. Als Dank für die gelungenen Auftritte wurden die Dattelner durch einen deutschsprechenden Priester zu einer umfassenden Führung durch die Sagrada Familia und durch den Chorleiter des befreundeten spanischen Chores, Dr. Jordi Craven-Bartle Lamote de Grignon, in das alte, mittlerweile als Weltkulturerbe der Unesco anerkannten „Hospital de la Santa Creu i Sant Pau“ eingeladen.

 

Ansprechpartner: Bernd-Ulrich Heimann, Kreuzstraße 81a,

45711 Datteln, Telefon 02363/51970; Fax 02363/4428

Proben donnerstags 20 – 21:30 Uhr im Haus Möcklinghoff, Hohe Straße 12,

MGV 1862 Datteln präsentiert Fröhliches und Nachdenkliches

Bunter weihnachtlicher Reigen

 

Von Martina Bialas, Dattelner Morgenpost, 19. Dezember 2017

 

DATTELN. Mit bekannten Adventsliedern versetzte der MGV 1862 das Publikum in der Lutherkirche mit seinem Weihnachtskonzert in festliche Stimmung. Die Zuhörer ließen sich in den Kirchenbänken zurücksinken und lauschten entspannt.

 

Bernd-Ulrich Heimann, der erste Vorsitzende des Männergesangvereins, zündet die drei Kerzen des großen Adventskranzes im Altarbereich der Lutherkirche an. „Damit Sie nicht vergessen, wir haben bereits den dritten Advent.“ Die Zuhörer schmunzeln und Heimann moderiert in gewohnter Manier das Konzert. Hoch motivierte Sänger sorgen für jede Menge Emotionen: Fröhlichkeit, viel Nachdenkliches und Beiträge über Glaube und Hoffnung. Dirigent Rainer Maria Klaas führt seinen Chor sicher durch alle Anforderungen. Seit 14 Jahren leitet er den Chor und hat seither viel erreicht. Das Solo von Sänger Hubert Haas ist einer der Höhepunkte im Konzert. Das gewählte Lied „Jerusalem“ ist ein eindringlicher Beitrag zum aktuellen Nahost-Konflikt. „Ich sah die Heilige Stadt, neben dem gezeitenlosen Meer, die Tore waren weit geöffnet und niemand wurde abgelehnt.“

 

Auch die Traditionen bleiben in dem bunten Reigen der Beiträge gewahrt: Die Zuhörer dürfen wieder mitsingen: „Macht hoch die Tür“ und „O, du fröhliche“. Der Bitte Heimanns laut und deutlich mitzusingen, kommt jeder gerne nach. Aus den Kirchenbänken verschmelzen die Stimmen mit den Stimmen der Sänger zu einer gelungenen Einheit.

 

Einen besonderen Gast hat sich der Chor eingeladen: Elena Klaas, Violinistin, ist bereits zum zweiten Mal beim Weihnachtskonzert dabei. Sie spielt das Adagio aus der Sonate für Violine und Klavier von Johannes Sebastian Bach und wird dabei von ihrem Vater am Klavier begleitet. Staunen über die unglaubliche Virtuosität macht sich in den Gesichtern der Zuhörer breit. Auch ihr zweiter Beitrag von Wolfgang Amadeus Mozart, begleitet von ihrer Mutter Jung-Hoon Wang am Klavier, erntet großen Beifall. Mit Händels „Halleluja“ setzt MGV 1862 einen furiosen Schlusspunkt. Das Publikum dankt für die besonderen 90 Minuten mit lang anhaltendem Beifall.


Frauenchor bella cantica Datteln

Frauenchor bella cantica Datteln

 

Der Name ist Programm: „bella cantica" (lat.) heißt „schöne Lieder". Bei der Sängerfahrt mit Frauen des MGV Datteln 1862 nach Gillenfeld/Vulkaneifel im November 1998 entstand die Idee, einen Frauenchor zu gründen. Ein erstes Treffen führte im März 1999 25 gesangsbegeisterte Frauen zusammen. Am 16. August wurde der Chor unter Mithilfe des MGV-Vorstandes gegründet. Christel Mruck wurde damals die erste Vorsitzende und ist das auch noch heute. Erster Chorleiter war Willy Schiffer (verstorben). Aktuell gehören 41 aktive Sängerinnen zum Chor, der von der jungen Organistin und Dirigentin Irina Tseytlina aus Datteln geleitet wird.

Die Freude am Chorgesang, gemeinsame Feste, Ausflüge und weitere Aktivitäten verbinden die Mitglieder. Weltliche und geistliche Lieder, Spirituals, Musical-Melodien, Schlager. Kurz: Jedwede Musik, die Spaß macht, wird gesungen. Mindestens ein Konzert pro Jahr und Singen bei diversen Anlässen stehen auf dem Programm. Wer mitmachen möchte, ist eingeladen, einfach mal bei einer Chorprobe (montags 19.30 - 21 Uhr im "Dattelner Hof") vorbeizuschauen.

 

Ansprechpartnerin: Christel Mruck, Hachhausener Straße 60,

45711 Datteln, Telefon 02363/31580

Proben montags 18:30 – 20 Uhr in der Krypta der Lutherkirche

Lutherkirche

Weihnachtskonzert im Januar

 

Von Martina Bialas, Dattelner Morgenpost, 3. Januar 2013

 

DATTELN. Es ist Zeit für Ruhe und Stille nach der turbulenten und hektischen Weihnachtszeit. Ein Geschenk liegt jedoch noch unausgepackt unter dem Weihnachtsbaum: Der Frauenchor „bella cantica“ gibt sein Konzert „Weihnachtslieder bei Kerzenschein“ und lässt es noch einmal ganz besinnlich werden.

Ein Weihnachtskonzert, wenn bereits alles vorbei ist? Die Sängerinnen haben sich diesen Termin ganz bewusst ausgesucht. „Wir wollten raus aus dem Terminsstress, wo es bereits so viele Konzerte an den vier Adventssonntagen in Datteln gab.“

Und jetzt gibt es mit ihnen einen besinnlichen Ausklang am Drei-Königs-Tag in der Lutherkirche. Diese wird durch viele Kerzen in warmes Licht gehüllt, die passende Atmosphäre vermitteln. Chorleiterin Irina Tseytlina und die Sängerinnen haben ihre Lieder und Gedichte ebenfalls darauf abgestimmt.

 

„Zeit für Ruhe, Zeit für Stille“, heißt es in einem Lied und genauso meinen es alle. Die Zuhörer sind alle herzlich zum Mitsingen eingeladen. Und für alle Textunsicheren gibt es Liederzettel.


Dattelner Hafenchor e.V.

Dattelner Hafenchor e.V.

 

Der Dattelner Hafenchor hat in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Binnenschiffer am Dattelner Hafen haben ihn am 1. Januar 1979 im Wohnzimmer von Lucien Bier, in der Bunkerstation am Dattelner Meer, gegründet. Seit 2007 singen auch Frauen mit großer Begeisterung im Chor mit. Traditionell pflegt der Chor das Liedgut des Seemannes, der Marine durch öffentliche Gesangsauftritte zu verbreiten.

 

2017 hat der Chor dann seine musikalische Ausrichtung erweitert; das Reportoire der eher gemütlichen Shantys wurde um flottere Melodien ergänzt. Zum großen Vergnügen der Zuhörer rocken sie nun auch schon mal ihre Verasntaltungen so richtig ab. Weil viele Sänger des gemischten Chores diesen Wunsch hatten, holten sie sich einen neuen musikalischen Leiter an Bord: Stefan Pietzko, leidenschaftlicher Sänger beim MGV 1862. Sein Vorgänger war erkrankt, konnte die Proben nicht mehr begleiten. Stefan Pietzko, der zunächst kommissarisch das musikalische Ruder des Chors nur kommissarisch übernehmen wollte, machte seine Sache aber so gut, dass er schnell zum neuen musikalischen Leiter gewählt wurde. Er selbst spielt Akkordeon und Keyboard und setzt die beiden Instrumente unterstützend ein. In den Proben bringt er den Sängern bei, dass auch Shantys zu „verschlagern“ sind. Dadurch klingen sie gründlich entstaubt und finden neue Fans. „Und das schönste ist, dass alle Aktionen – ob Proben, Auftritte oder sogar das Rudelsingen – mit ihm viel Spaß machen. Er ist ein Glückstreffer für den Chor“, so Vereinsvorsitzender Detlef Hintze.

Einer Sache sind sich die Sänger aber treu geblieben: Detlef Hintze erzählt weiter „Dönekes“ zwischen den Liedern. „Aber jetzt nennen wir das Comedy“, lachen alle über den neuen Zeitgeist. Die Nachfrage nach Auftritten ist groß. So trat der Chor 2018 beim „Matjesfest“ in Emden und beim Katholikentag in Münster am „Abend der Begegnung“ auf. - Die Chorstärke besteht derzeit aus 30 Mitgliedern.

 

Im Jahre 2020 ist Stefan Pietzko mit seinen Sängern dann Ausrichter der Veranstaltung „Shanty-Live“ in Datteln. Das Glanzlicht maritimer Musik wird voraussichtlich in der Dreifachsporthalle mit über 600 Gästen stattfinden. Pietzko erwartet circa zehn teilnehmende Gastchöre mit ihren Fans. „Eine große Verantwortung, wir haben alles genau zu planen. Das Konzert dauert gute drei Stunden und die Liedauswahl darf sich nicht wiederholen.“ Kein leichtes Unterfangen, aber der Chor nimmt die Herausforderung gerne an.

 

Ansprechpartner: Detlef Hintze, Brückenstraße 2, 45711 Datteln,

Telefon 02363/4306 oder 0177 – 6264948

Proben montags 19 - 21 Uhr im TV 09 – Heim

Ein fulminantes Geburtstags-Ständchen

 

Von Martina Bialas, Dattelner Morgenpost, 5. Februar 2019

 

DATTELN. Der Hafenchor und das DEO nehmen die Gäste in der Stadthalle mit auf eine dreistündige musikalische Reise.

Die Landungsbrücke „Stadthalle“ ist voll besetzt, der Dattelner Hafenchor hat in weißen Hosen und himmelblauen Hemden Anker gesetzt und feiert den 40. Geburtstag mit seinen Fans. Das dreistündige Programm unter vollen Segeln lässt nichts vermissen, das Dattelner Elternorchester mischt als Geburtstagsgast kräftig mit.

Der Stadthallensaal ist farbig illuminiert und mit selbstgestalteten Bildern maritim gestaltet, zur Begrüßung der Zuhörer gibt es Sekt. Das macht locker, die gute Laune ist bei allen bereits vor dem ersten Ton da. Detlef Hintze, Vorsitzender des Dattelner Hafenchores, begrüßt unter anderem auch die Ehrengäste des Konzertes. Ein Begründer und Sänger der ersten Stunde sitzt unter ihnen: der 90-jährige Lucien Bier. Zu viele Worte möchte Hintze nicht machen, schnell startet das Konzert unter der Leitung von Stefan Pietzko. Ein großes, weißes Kreuzfahrtschiff im Hintergrund der Bühne und der Chor singt seine Melodien über Meere, Palmen, Strand und Sehnsucht, während draußen Schneeregen fällt. „Alloha Oe, die Heimat der Matrosen ist die See“, ertönt es von der Bühne und es dauert nur wenige Sekunden, bis das Publikum absolut textsicher mitsingt. Bevor es zu wehmütig wird, legt Pietzko ein paar Takte auf seinem Keyboard zu und ein flotter Boogie-Woogie nimmt seinen Lauf: „My Bonnie is over the ocean“. Die Zuhörer lassen sich nicht abhängen und halten auch hier locker mit. Ihre Füße geben Tanzeinlagen unter den Tischen.

 Der Hafenchor trumpft mit seinen Solisten auf: Günter Spieß, Udo Möller und Detlef Hintze nehmen mutig ihre Positionen ein und erobern das Publikum mit ihrem jeweiligen Shanty. Werner Timmermann rückt mit seiner Mundharmonika nach und spielt „Santo Domingo“. Schunkelalarm heißt es an diesem vergnüglichen Abend mehrfach und die Geburtstagsgäste lassen sich nicht lange bitten: Einhaken beim Nachbarn und aktive Körperbewegungen nach rechts und links. Pietzko lacht, es läuft rund.

Das Dattelner Elternorchester rückt bestens gelaunt an. Knapp 50 Musiker erobern ihre Plätze und mischen den Saal weiter auf. Auch sie lassen mit ihrem Frontmann Karl Hölscher schunkeln und mitsingen. Tom und Ben Nasgowitz, die Sunnyboys des Orchesters, greifen zu ihren Tenorhörnern und spielen ein beeindruckendes Solo.

Der Dattelner Hafenchor beweist mit DEO zusammen eine gelungene Einheit, die nicht nur am 1. Mai am Schiffermast funktioniert. Nach einer kurzen Pause geht es weiter und auch der zweite Teil des Konzertes hält, was der erste Teil versprochen hat. Bekannte Western-Melodien von DEO treffen auf die Sturm- und Wellendarbietungen des Hafenchores. Insgesamt drei Stunden beste Unterhaltung bieten die Sänger und Musiker, das Publikum wird nicht müde zu applaudieren. „Dankeschön“ heißt es zum Schluss der gelungenen Party, als sich alle Künstler auf der Bühne einfinden und das Finale einläuten. Das neue Hafenchor-Maskottchen, der funktionierende Leuchtturm, erhält noch keinen Namen mit Dattelner Bezug. Das war eigentlich geplant, aber die abgegebenen Vorschläge beinhalten kein wirkliches i-Tüpfelchen. Das kann die Hochspannung an diesem Abend jedoch nicht trüben. Der Hafenchor hat mit seinem Gast DEO selbst blinkende Signale gesetzt.


ECHo – Erwachsenenchor der Musikschule Datteln

ECHo – Erwachsenenchor der Musikschule Datteln

 

Der ECHo-Chor Datteln agiert in der Form eines Laiemusikvereins unter dem Dach der Dattelner Musikschule. Gegründet wurde er am 08. September 1992 von Christoph Vatheuer, dem heutigen Chor- und Musikschulleiter. Der Chor gehört zu den gemischten weltlichen Chören in der Stadt; in den über 25 Jahren seines Bestehens hat er sich ein vielseitiges 4-stimmiges Chorrepertoire unterschiedlicher Stilepochen erarbeitet: das Spektrum reicht von weltlicher bis hin zu geistlicher Musik (auch Messen), von klassischen bis hin zu populären Stücken.

Zur Zeit besteht der Chor aus ca. 53 aktiven Sängern und Sängerinnen. Weitere Stimmen gesellen sich immer dann hinzu, wenn ein bestimmtes Chorprojekt angegangen wird: So widmet sich der Chor seit dem Herbst 2018 um das Thema „Filmmusik“: von James Bond bis Die Drei von der Tankstelle – bekannte Filmmusiken aus ganz unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen – ein Spaß für jede Chorsängerin und jeden Chorsänger. Die Stücke werden im Herbst 2019 (am 22.09. um 17 Uhr) (unter Mitwirkung des MSD-Blasorchesters „BOA“) im Rahmen eines Konzertes in der Stadthalle aufgeführt.

Musikalische Qualitätsansprüche und gesellige Unternehmungen stärken und prägen die lebendige Chorgemeinschaft: In den vergangenen Jahren hat sich der Chor bei verschiedenen Konzerten und Konzertmitwirkungen in und um Datteln präsentiert, bei Veranstaltungen von Musikschule, Stadt, Vereinen und Kirchen. Höhepunkte der Vereinsarbeit waren die Chorfahrten nach Leipzig im Jahre 2015 und nach Amsterdam im Jahre 2017.

Vor allem der intensiv vorbereitete Auftritt in der Leipziger Thomaskirche bleibt allen Teilnehmern unvergessen: viele Zuhörer, eine tolle Akustik, alle Sänger und Sängerinnen waren hoch konzentriert – so wurde dieses kleine Konzert ein echter Glanzpunkt in der Geschichte des Chores.

 

Ansprechpartner: Christoph Vatheuer, Telefon 02363 - 107-420

Proben dienstags 19:30 - 20:45 Uhr im Forum des Berufskollegs Ostvest (BKO), Hans-Böckler-Straße 2

Gassenhauer und Ohrwürmer

Echo“-Chor feiert sein 25-jähriges mit einer launigen Schlager-Revue

 

Von Martina Bialas, Dattelner Morgenpost, 26. September 2017

 

DATTELN. Sie sind eine große musikalische Familie. Chorleiter Christoph Vatheuer und „Echo“, der Erwachsenenchor der Musikschule. In einem Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen bewies der Chor seine Vielfalt und bestritt mit seinen Gästen, den „Puschen“, eine bunte Party voller musikalischer Überraschungen.

 

Seit 25 Jahren gehört „Echo“ zur Musikszene Dattelns. Das Ensemble ist Mitstreiter beim großen Frühlings-Benefizkonzert der Dattelner Chöre und bestreitet seine eigenen Auftritte zu den unterschiedlichsten Anlässen. Die Sänger haben jede Menge Spaß miteinander und genau den präsentieren sie auch ihren Gästen. Jetzt feierten alle zusammen in der Stadthalle ihre musikalische Silberhochzeit: Noten und Notenschlüssel hängen effektvoll von der Decke, im Hintergrund prangt eine große 25, Kunstkerzen illuminieren den Saal, Blumen am Bühnenrand. Die Sänger haben sich in kecke Kostümierungen, ganz im Stile der 20er und 30er Jahre geworfen. Ein Charleston-Kleid mit passendem Federband im Haar bei den Damen, die beliebte Kreissäge auf den Köpfen der Männer. Sie haben sich Gedanken über eine gute Inszenierung gemacht. Zu der gehört auch jede Menge Musik und die studierten sie mit Chor- und Musikschulleiter Christoph Vatheuer und seinem Vertreter Michael Götzer ein. Ohrwürmer aus den goldenen 1920er-Jahren bis hin zu den Swinging Sixties bestimmen den Nachmittag. Das Programm reicht von „In einer kleinen Konditorei“ bis hin zum Drafi Deutscher Erfolgshit „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Zum Mitsingen lädt „Echo“ ein, und das Publikum lässt sich nicht lange bitten. „Oh, Donna Clara“ tönt es von und vor der Bühne mit gleicher Begeisterung. Vatheuer begleitet am Klavier. Er hält eine berührende Dankesrede an seine Sänger, erinnert an die Anfänge des Chores, der am 8. September 1992 startete, und auch durch viele Aktivitäten jenseits von Akkorden und Strophen harmonisch zusammenwuchs. Es gibt Gäste zu der Feier, die nicht silbern und ehrwürdig daherkommt, sondern bunt und lebenslustig. „Die Puschen“ ziehen ein, Dattelns coolste Oma- und Opa-Band. Und die mischt mit ihren Songs nochmal richtig auf. Das Publikum gerät aus dem Häuschen und geht in die Vollen. Schieflage vor Gelächter, begeistertes Händeklatschen, und wildes Fußwippen. Und schon erobert „Echo“ wieder die Bühne und singt von den Millionen, die niemand braucht. Die Akteure brauchen weiter nichts als nur Musik, Musik, Musik. Gemeinsam tanzt man in den Himmel hinein, piekst sich am kleinen, grünen Kaktus und wünscht sich: „So schön wie heut´, so müsst´ es bleiben“. Irgendwann ist aber Schluss, das Feuerwerk abgebrannt und nach einer gelungenen Zugabe geht es für „Echo“ und die „Puschen“ wieder nach Hause. Die Zuhörer grinsen vergnügt, jeder hat seinen Ohrwurm gefunden.


WirSings

WirSings

 

„WirSings“ ist ein Frauenchor und zählt zur Zeit 10 Mitglieder. Der Chor besteht seit 2014 unter der Leitung von Frau Dr. Alexia Benthaus. Damals hat sich WirSings neu formiert: Die Wurzeln des Chores liegen in einem Kinderchor, der Junge Chor Amandus; 1991 bildeten sie die C(h)ornichons, so dass sie nun bereits seit 30 Jahren gemeinsam singen. Ihr erster Auftritt als „WirSings“ war das Weihnachtskonzert 2014 in St. Amandus in Datteln.

 

„WirSings verleiht Flügel“

 

Der Name ist Programm: Die Mitglieder des Chores singen mit Leib und Seele. Singen bedeutet für sie: Abschalten vom Alltag, Chorgemeinschaft leben, Lebensfreude tanken, gemeinsam ein Ziel erreichen, den Zuhörern Freude bringen. Damit eng verbunden sind so elementare Dinge wie den Kopf trainieren, Texte lernen, aber auch der Wunsch, miteinander zu leben und zu lachen und dadurch Glückshormone zu produzieren.

Das Repertoire des Chores ist breit gefächert: es basiert sowohl auf religiösen Stücken wie NGL (Neues geistliches Lied) als auch auf weltlichen Liedern aus Rock, Pop und Gospel. Gerne singen sie ein- bis vierstimmig; besonders lieben es die Sängerinnen, in Konzerten kleinere Kabaretteinlagen zu geben. WirSings gestaltet nicht nur Kirchenkonzerte und Andachten z. B. zur Weihnachtszeit, der Chor singt auch bei kirchlichen und standesamtlichen Hochzeiten die frisch Vermählten in die Ehe hinein.

Für neue Ideen, Anregungen, Stimmtraining und Körpersprache belegt der Chor Kurse bei Sängerin und Vocal Coach Claudia Schill. Vor Konzerten wird noch einmal intensiv geprobt, „kompetent und charmant geführt von Alexia Benthaus…die sich bei keiner Probe schont“, so sagt Claudia Schill.

 

Ansprechpartnerin: Dr. Alexia Benthaus, Tel.: 02363/358926

Proben freitags 18:30 Uhr im Reinhard-Lettmann-Haus, Kirchstraße 23

Neue Kantorei der Evangelischen Kirchengemeinde Datteln

Neue Kantorei

der Evangelischen Kirchengemeinde Datteln

 

Die Chormusik hat in Datteln eine lange Tradition. Bereits seit 1926 ist der Kirchenchor der Lutherkirche Teil des evangelischen Gemeindelebens. Seitdem singen die Sängerinnen und Sänger dieses Chores in den Dattelner Kirchen zur Ehre Gottes und zur Bereicherung der Gottesdienste.

Im Herbst 2013 hat Frau Sung-Jin Suh die musikalische Leitung des Kirchenchores übernommen – neben ihrer Arbeit als Kantorin an der Erlöserkirche in Haltern am See. Die Kirchengemeinde ist sehr froh, dass es damals gelungen ist, nach dem Ende des äußerst erfolgreichen siebenjährigen Engagements von Frau Kantorin Elke Cernysev einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten. (Frau Cernysev arbeitet seitdem als Kreiskantorin in Recklinghausen.)

Die Neue Kantorei bringt sich regelmäßig ein in die Gottesdienste und das evangelische Gemeindeleben. Fest eingeplant sind neben der Teilnahme am Benefizkonzert: Konfirmation, Karfreitag, Kantate, Erntedank, Ewigkeitssonntag, Weihnachten und Singen in Altenheimen. Auch ein jährlicher Ausflug gehört zum Chorleben. Dazu kommt alle ein bis zwei Jahre ein Konzert oder eine größere kirchenmusikalische Feierstunde (z.T. gemeinsam mit anderen Chören, Instrumentalmusikern und Solisten). Gerade diese größeren Aufführungen machen das Singen im Kirchenchor reizvoll und befreien es vom Alltäglichen.
So hatte die Neue Kantorei Datteln zum Beispiel am 8. Juli 2018 zum OstVest-Konzert in die Lutherkirche eingeladen. Gastchöre wie der Kinder-, Jugend-, Gospel- und Kirchenchor der Ev. Kirchengemeinde Waltrop (unter der Leitung von Frau Angelika Neuleben) halfen, dieses Konzert mitzugestalten. Weitere mitwirkende Chöre waren: Die Ökumenische Chorgemeinschaft und Projektchor der Ev. Kirchengemeinde Oer-Erkenschwick (Leitung hier: Michael Schulze) sowie der Bläserkreis der Evangelischen Kirche Datteln unter der Leitung von Frau Irina Tseytlina.

 

Wer Lust und Freude hat, in einem kleinen Kirchenchor (ca. 20 bis 25 Sängerinnen und Sänger) mitzumachen, ist herzlichst eingeladen. Natürlich ist auch die Neue Kantorei ständig auf der Suche nach neuen Mitstreitern. Zum Repertoire des Chores gehören klassische Kirchenmusik (Bach, Mendelssohn, Mozart usw.) mit einem gewissen Anspruch, er ist aber auch neuerer Chorliteratur gegenüber aufgeschlossen.

 

Ansprechpartnerin: Frau Sung-Jin Suh, Tel.: 0234 – 95 06 38 18

Proben montags 19 – 21 Uhr im Etienne-Bach-Haus

Imposantes Chor-Großaufgebot

Neun kirchenmusikalische Gruppen beeindrucken im OstVest-Konzert

 

Von Norbert Schmitz, Dattelner Morgenpost, 11. Juli 2018

 

Datteln. „Dieses Konzert macht deutlich, wie stark die evangelische Kirche auch in der Kirchenmusik ist.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Susanne Kuckshoff am Sonntagnachmittag in der Lutherkirche nicht nur zahlreiche Zuhörer, sondern natürlich auch die Mitwirkenden.

Insgesamt neun kirchenmusikalische Gruppen aus Datteln, Oer-Erkenschwick und Waltrop gestalteten dieses Ostvest-Konzert unter der Federführung der Neuen Kantorei Datteln und boten ein vielchichtiges Programm. Besondere Beachtung fanden die Kinderchöre aus Waltrop und Datteln, die in „schmaler“ Besetzung kein Lampenfieber zeigten und frei und unbeschwert ihre Lieder vortrugen. Aber auch die erwachsenen Sängerinnen und Sänger boten ausgezeichnete stimmliche Leistungen, wobei der Chor der evangelischen Kirchengemeinde Waltrop melodisch-schwungvoll hervorstach. Der Bläserkreis der Evangelischen Kirchengemeinde Datteln spielte Werke von Prätorius, Hahn und Elgar. Ein imposantes Bild boten die Chöre zum Abschluss eines wieder einmal ausgezeichneten Konzertes. Sie versammelten sich im Altarraum zum Finale mit dem Lied: „Lobe den Herrn, meine Seele“

 

Neben dem Erwachsenenchor leitet Frau Sung-Jin Suh auch einen Kinderchor. Proben montags 16:15 – 17 Uhr im Etienne-Bach-Haus: Das Repertoire des Kinderhores reicht von klassischen Chorälen bis zu Gospels, von modernen Chorsätzen bis hin zu heiteren Liedern.


GospelVESTcination

GospelVESTcination

 

Gegen Ende der 1980er Jahre als Gospelchor der Evangelischen Kirchengemeinde Datteln in der Friedenskirche am Schiffshebewerk gegründet – damals mit Reinhard Buskies als Chorleiter, haben hier heute evangelische und katholische Christen ihre musikalisch-spirituelle Heimat gefunden. Für sie ist es Ausdruck gelebter, praktizierter Ökumene, wenn sie sowohl evangelische Gottesdienste aktiv mitgestalten und junge Konfirmanden bei ihrem so wichtigen Schritt ins Gemeindeleben begleiten oder wenn sie im katholischen Firmgottesdienst singen. Ihren Chorgesang verstehen sie als Lobpreis und Ehrung Gottes.

Die Lieder, die sie singen, reichen von “Steal Away“ und “Go down Moses“ - Lieder der Sehnsucht nordamerikanischer Sklaven nach Befreiung, über moderne Lobpreislieder wie „Glory to God almigthy“ bis hin zu klassischen Kirchenliedern in neuem Gewand wie “Lobe den Herren“. Die Spiritualität und Ausdrucksstärke afrikanischer Gospels inspiriert und bereichert das Programm ihrer Konzerte.

Von ihrer ersten Heimstätte - der Friedenskirche – wechselte der Dattelner Gospelchor 1997 für seine Chorproben in die Versöhnungskirche, ihre Konzerte veranstaltet die Truppe regelmäßig in der Lutherkirche. Auch außerhalb Dattelns ist der Chor aufgetreten, z.B. in Herten, Dresden, Marburg oder Genthin. Ihr erstes Auslandskonzert gab er in der englischen Partnerstadt Cannock. Zudem hat sich die Gruppe immer wieder in verschiedenen Chorprojekten im Vest Recklinghausen sowie auch überregional engagiert, wie zum Beispiel an den Gospelkirchentagen in Bochum, in Karlsruhe, in Dortmund oder auch beim DAY OF SONG.

Seit dem Sommer 2011 leitet der Halterner Thomas Roth den Chor. Mit ihm änderte sich auch der Name des Chores – hin zu GospelVESTcination. Beim traditionellen Sommerkonzert des Chores zeigt „ein bunter Mix aus altbekannten und modernen Gospels, dass auch ein Dattelner Chor durchaus den Soul im Blut haben kann. Eine leichte Choreografie, gepaart mit vielen musikalischen Leckerbissen, unter der Leitung von Thomas Roth erfrischte bei den warmen Temperaturen. Lobpreisen und Danken zog sich wie ein roter Faden durch den gelungenen Konzertabend. Die Zuhörer ließen sich nur zu gerne von der guten Laune und positiven Ausstrahlung des Chores anstecken. Die bunten Schals der über 20 Sänger leuchteten mit den strahlenden Augen um die Wette. Die beschwingten Klänge begleitete Roth auf dem E-Klavier oder er ließ seinen Chor a capella singen. Der zeigte sich souverän allen Herausforderungen gegenüber, so dass das Publikum sich nur zu gerne verführen ließ, mitzusingen und zu klatschen.“ (Martina Bialas in der Dattelner Morgenpost vom 11.07.2017)
Zur Zeit besteht der Chor aus 25 aktiven Sängerinnen und Sängern aus dem gesamten Vest Recklinghausen im Alter von 33 bis 66 Jahren, wobei selbst Gründungsmitglieder heute noch dabei sind.

 

Ansprechpartner: Thomas Roth, Tel.: 0176 – 23 30 40 37

Proben montags 20 - 21:30 Uhr in der Versöhnungskirche

Gospel muss gelebt werden

 

Von Martina Bialas, Dattelner Morgenpost, 16. April 2019

 

DATTELN. Der Chor GospelVestcination lockt 100 Besucher in die Lutherkirche und veranstaltet ein musikalisches Feuerwerk.

Dass sie den Gospel im Gefühl haben, das hat der Chor GospelVestcination schon oft in seinen Konzerten bewiesen. Jetzt sprengten die Sänger unter der Leitung von Thomas Roth und Gesangs-Coachin und Sängerin Claudia Schill in der Lutherkirche alle Ketten und rissen ihre Zuhörer in 70 fulminanten Minuten mit.

 

Die ersten drei Minuten des Konzertes von GospelVestcination gehören dem Auftritt von Claudia Schill und Thomas Roth. „The Rose“ haben die beiden sich ausgesucht und gut gewählt. Es ist Magie pur, die in der Lutherkirche zu der Musik entsteht. Leise und zart und doch laut und gewaltig die Stimme der Sängerin, untermalt von den Klavierklängen von Thomas Roth. Gleich zu Beginn des Konzertes liegt die Messlatte weit oben, der Applaus macht es deutlich. Claudia Schill spricht das Lied „God gave me a song“, welches auch das Motto des Abends ist: „Gott hat mir ein Lied geschenkt, ich werde für den Rest meines Lebens singen.“

 

Zuschauer machen mit

Zu ihren Worten nimmt GospelVestcination seinen Platz im Altarbereich ein und energiegeladen startet das musikalische Feuerwerk. Roth wünscht sich von den Zuhörern: „Gehen Sie mit, machen Sie mit.“ Und genau das passiert. Gospel bedeutet das Verkünden guter Nachrichten und denen möchte sich das Publikum nicht verschließen. Das „Kleine Licht“ wird entzündet und zaubert ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer.

 

Gospel wird nicht einfach gesungen, Gospel muss gelebt werden. Und das schaffen die Sänger gemeinsam mit Claudia Schill, die ihnen keine Chance lässt, auch nur einen Moment nachzulassen. Note reiht sich an Note, Textzeile an Textzeile, die gesungene Botschaft in jedem Lied kommt an. Es ist mucksmäuschenstill in der Kirche, als die Coachin „Amazing Grace“ singt. An diesem Abend schafft sie es mit GospelVestcination nicht nur zu singen, sondern die Geschichten von der Freude, der Hoffnung oder auch vom Kummer zu erzählen: „Nobody knows the trouble I’ve seen – Niemand kennt den Ärger, den ich erlebt habe.“ Die Stimmen gehen bewusst auseinander und fließen wieder zusammen.

 

Nicht ohne Zugabe

Das Publikum wartet mit seinem Applaus nicht immer bis zum letzten Ton, die Gefühle müssen raus. Die ersten Bravorufe werden laut. Chorsängerin Nicole Schnibbe nimmt sich ein Mikro und startet ihr Solo, ihre Mitstreiter wiegen sich summend ein. Ein „Mitklatsch-Gospel“ folgt: You‘ve got a friend in me. Die über 100 Zuhörer lassen sich nicht lange bitten und klatschen mit. Zum Schluss bringt GospelVestcination ein Hauch von Sister-Act auf die Bühne. Claudia Schill übernimmt die Rolle von Whoopie Goldberg und der Chor startet seine mitreißenden Rhythmen. Das Publikum springt von den Plätzen und tanzt, die göttliche Mission geht auf. Natürlich kann dieses Konzert nicht ohne Zugabe enden und es bleibt nur ein Gospel, um die besondere Stimmung wiederzugeben: Oh Happy Day!

 

Seit sieben Jahren arbeitet Claudia Schill regelmäßig mit dem Chor und seinem Dirigenten zusammen. An diesem Wochenende war es an der Zeit, die Früchte der Arbeit zu ernten und das gelang auf wunderbare Weise.


Vocalensemble der AmandusMusik

Vocalensemble der AmandusMusik

 

 

Das Vocalensemble der AmandusMusik besteht aus rund 30 Mitgliedern. Es hat seinen festen Platz in der Liturgie der Gemeinde.

 

Nach der Fusion der ehemalig eigenständigen Gemeinden St. Marien und St. Amandus haben sich auch die beiden Chöre der Gemeinde zusammengefunden. Nach der großen Fusion der Dattelner Stadtgemeinden ist dann der Kirchenchor St. Josef dazugekommen, sodass sich der Chor heute in einer angemessenen Größe präsentieren kann.

 

 

Größere Projekte der vergangenen Jahre waren die „Krönungsmesse“ von W. A. Mozart, die „Messe in D“ von A. Dvorak und das „Vater unser“ von L. Janacek, das „Requiem“ von W. A. Mozart und das „Weihnachtsoratorium“ von J. S. Bach.

 

 

Der Chor nimmt seine Aufgabe in allen drei Kirchen der Gemeinde St. Amandus war. Feste Termine sind Weihnachten, Ostern, Pfingsten, sowie Termine im Jahreskreis.

 

 

 

Ansprechpartner: Michael Kemper,Tel.: 0171 - 31 50 783

 

Proben montags 20 - 22 Uhr in der St.-Amandus-Kirche

 

 

 

Die Krönungsmesse von Mozart mit dem Bachkollegium Westfalen, dem Vocalensemble der AmandusMusik und den choreigenen Solisten Tatjana Kemper-Raff, Birgitt Hammelrath, Achim Brand und Norbert Kozubek.

(Foto: Jürgen Rottmann, Dattelner Morgenpost 11.11.2013)

 

Vocalensemble singt in Olfen und Steinfurt

 

 

Schon das Kyrie kommt als Paukenschlag daher. Während viele andere Komponisten vor ihm diesen ersten Teil als Bitte um Erbarmen und Vergebung vertonten oder als Huldigungsruf, ist es hier ein bedrängendes Flehen, dass mit einem fast schon ängstlichen Wimmern beginnt und als sich überschlagendes lautes Rufen endet. Ganz entscheidend trägt der Rhythmus zu dieser Wirkung bei: Viele Taktwechsel, 7/8 Takte, 5/4 Takte und ein ständiges perkussives insistieren.

 

Völlig anders beim Gloria: Ehre sei Gott in der Höhe, üblicherweise ein Ruhm und Lobesgesang. Bei Dobrogosz ein sehr introvertierter, über weite Strecken einstimmiger Gesang unterbrochen durch weiche Jazzharmonik. Alles spielt sich im piano-Bereich ab, einzig an der der Stelle … du allein der Höchste, Jesus Christus … gibt es eine dynamische Eruption ins Fortissimo, um danach quasi in einer  Dauerschleife … mit dem Heiligen Geist, zur Ehre Gottes des Vaters … wieder im dynamischen Nichts zu entschwinden und mit einem fast gehauchten Amen zu enden.

 

Das Credo ist in seiner Struktur deutlich gefasster und einheitlich gestaltet. Keine Taktwechsel, keine großen Tonartwechsel, alles spielt in einem überschaubaren Raum. Es beginnt mit einem leeren Akkord, der über 6 Takte an- und wider abschwillt, bevor dann die Männerstimmen mit dem ersten Text einsetzen um aber schon kurz danach in ein Vokalisieren überzugehen und den Frauen den weiteren Text zu übergeben. Dieses Prinzip der Paarbildung unter den Chorstimmen und die vokalisierende Begleitung halten sich durch das gesamte Werk. Sehr eindrücklich auch hier das Ende. Der letzte Text … und das ewige Leben. Amen. wird durch einen Vorgriff auf das Agnus Dei eingeleitet und der Sopran singt nur begleitet von den drei andern Stimmen im Pianissimo diesen Text. Man mag es als Aussicht auf das Jenseits hören wollen.

 

Das Sanctus besticht vor allem durch die zahlreich eingestreuten Popelemente. Dobrogosz geht hier sehr frei mit der Textreihenfolge um. Nachdem der gesamte Text des Sanctus einmal erklungen ist, greift er einzelne Textbausteine wieder auf und bettet sie in ein neues Klanggewand ein. Diese freie Handhabung des Textes geht sogar so weit, dass er den Text des Kyrie noch einmal erklingen lässt.

 

Das Agnus Dei greift die Melodik des Introitus wieder auf, diesmal jedoch zuerst in den Streichern. Auch hier wird der gesamte Text einmal gesungen, um dann in einzelnen Abschnitten nochmals zu erklingen. Kennzeichnend für das letzte Stück in dieser Messvertonung sind ruhig schwingende Viertel. Sie verleihen dem Agnus Dei eine poetische Klangsinnlichleit, an manchen Stellen erinnert sie im besten Sinne ein wenig an gehaltvolle, anrührende Barmusik. Jedenfalls ist der Schluss dieses Werkes eine eindrückliche Bitte um Vergebung und Frieden. (10. Mai 2017)

 


Chor InTakt

Chor InTakt

 

Diesen Chor gibt es seit 2004. Gegründet wurde er damals von Sylvia Jaisfeld in ihrem Wohnzimmer, sein erster Auftritt war dann in der Amandus-Kirche zur Erstkommunion.

Heute zählt der Chor 40 Mitglieder im Alter zwischen 26 und 72 Jahren, sie werden noch immer von der Musiklehrerin Sylvia Jaisfeld geleitet, die auch das Klavier spielt. Allen gemeinsam ist die Freude, vierstimmige Stücke zu singen. Schwerpunkt der Arbeit ist das ‚Neue geistliche Lied‘, kurz NGL. Zur Erweiterung ihrer Repertoires nimmt der Chor jedes Jahr am Forum NGL des Bistums auf der Jugendburg in Gemen teil.

 

In ihrer Rolle als Kirchenchor von St. Amandus unterstützen die MusikerInnen und SängerInnen die Gottesdienste zur Erstkommunion, zur Firmung, zu Taufen, zu Hochzeiten oder zu den Pfarrfesten mit Musik und mehrstimmigem Gesang. Daneben gestaltet der Chor auch eigene Angebote: Im Advent und in der Fastenzeit bereitet er regelmäßig eigene musikalische Andachten und Abendgebete vor, für die die passenden Lieder und Texte einstudiert werden.


Doch nicht nur in Datteln ist der Chor unterwegs. In Münster – etwa bei der Auftaktveranstaltung zum Katholikentag 2018, in Cuxhaven oder in Bonn haben sie ebenso in Kirchen gesungen.

 

Ansprechpartnerin: Sylvia Jaisfeld, Tel.: 02363/55145

Proben

 

 

St. Amandus

Nur Freude an der Musik ist erforderlich

 

Von Martina Bialas, Dattelner Morgenpost, 30. Januar 2019

 

DATTELN. Die Amandus-Gemeinde plant im März das Projekt Gesangswerkstatt mit Pater Becker. Mitmachen kann jeder, denn nur Freude an der Musik ist mitzubringen.

Die katholische Kirchengemeinde St. Amandus veranstaltet im März eine Gesangswerkstatt mit dem Musiker, Komponisten und Texter Pater Norbert M. Becker und lädt dazu alle interessierten Sänger ins Reinhard-Lettmann-Haus ein. Chorerprobt muss niemand sein, nur Freude an der Musik ist mitzubringen.

Pater Norbert M. Becker hat über 250 Kirchenlieder komponiert, seine Werke finden sich auch im neuen Gotteslob. Er möchte mit seinen Texten und seiner Musik die Gottesdienste lebensnaher werden lassen. Der Geistliche gehört der Gemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare an und ist im Bildungshaus „Oase Steinerskirchen“ im bayrischen Hohenwart tätig und in Sachen Musik viel unterwegs.

Er erzählt unter anderem auch spannende Geschichten rund um die Entstehung der einzelnen Lieder. Der Einladung nach Datteln folgt er gerne, dort hat er bereits einige Fans. Der Chor InTakt, dessen Schwerpunkt auf der „Neuen Geistlichen Musik“ (NLG) liegt, fiebert dem Ereignis entgegen. Die circa 40 Chorsänger unter der Leitung von Musiklehrerin Sylvia Jaisfeld gestalten eigene Andachten und unterstützen mit Musik und mehrstimmigem Gesang die Gottesdienste.

In diesem Jahr feiert der Chor sein 15-jähriges Bestehen und gönnt sich einen dreitätigen Ausflug ins Sauerland. „Wir singen nicht nur gerne, wir feiern auch gerne miteinander“, berichtet Sylvia Jaisfeld.

Die Idee zu dieser besonderen Gesangswerkstatt hatte sie mit Pfarrer Ludger Schneider und stieß gleich auf offene Ohren in der Gemeinde. Schneider ist selbst begeisterter Sänger und Mitglied bei InTakt. Er nimmt regelmäßig an den Proben teil, allein als Pfarrer bleibt es ihm verwehrt, während der Gottesdienste im Chor mitzusingen. „Es könnte merkwürdig wirken, wenn ich zwischen Altar und Chor im wehenden Ornat hin und her wechseln würde.“ Eine durchaus amüsante Vorstellung, die auch Schneider zum Schmunzeln bringt.

Neue Geistliche Lieder sind aus den Pfarrgemeinden nicht mehr wegzudenken, ihre Chöre sind stets auf der Suche nach Neuem. Für viele Menschen sind aber auch im Alltag „Neue Geistliche Lieder“ eine Bereicherung. Becker stellt geeignete Lieder vor und studiert sie mit den Teilnehmern ein. Dazu gibt es jede Menge Tipps und Anregungen für Sing-, Gestaltungs- und Aufführungspraxis. Die Anmeldung zu der Gesangswerkstatt sollte bis zum ersten März im Pfarrbüro von St. Amandus erfolgen.


Cäcilienchor St. Maria Magdalena Horneburg

 

Seit über 130 Jahren gestaltet der Horneburger Kirchenchor regelmäßig - zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen - Gottesdienste und Feste der Gemeinde mit, denn als Gründungsjahr des Cäcilienvereins wird das Jahr 1887 angegeben. Damit gilt der Kirchenchor St. Maria Magdalena wohl als der älteste Kirchenchor in Datteln.

Die Chorgemeinschaft der Kirche St. Maria-Magdalena in Horneburg zählt zurzeit 24 Sängerinnen und Sänger. Dabei bildet die geistliche Musik den Schwerpunkt des Repertoires: Lieder, Psalmen und Hymnen sowie Festkantaten gehören ebenso wie festliche Messkompositionen dazu. Kompositionen aus allen Epochen, z.B. von Palestrina, Schütz, Buxtehude, Bach, Rathgeber, Lotti, Haydn und Mozart, Beethoven und Schubert, Reimann, Gounod, Bruckner, Thatcher u.v.a. zählen zum Repertoire. Moderne und zeitgenössische Stücke runden das Bild neben Gospels und Spirituals ab. Aber auch weltliche Stücke gehören dazu. Zu den jährlichen Höhepunkten zählen die vorweihnachtlichen Konzerte im Zusammenwirken mit dem Horneburger Blasorchester und dem Kirchenchor St. Remigius in Dortmund-Mengede.

Das geselliges Beisammensein spielt ebenso eine große Rolle: Ein Maigang, Grillabende, Tagesausflüge, das Cäcilienfest, Geburtstags- und Hochzeitsfeiern sind Gelegenheiten, bei denen Gesang und Geselligkeit zusammenfallen. Alle zwei Jahre unternimmt der Verein eine größere Chorreise, so waren die Sängerinnen und Sänger bisher u.a. in Rom, Dresden und Lissabon, Barcelona und Wien.

Seit 1997 leitet Christoph S. den Chor. „Er fördert und fordert unsere musikalischen Fähigkeiten mit Professionalität und Witz optimal, so dass wir selbst schwierige Stücke mit dem nötigen Humor erarbeiten. Wir haben uns mit ihm ein recht umfangreiches Repertoire aufgebaut, das wir ständig weiter ausbauen.“

 

Proben montags um 20:00 Uhr im Pfarrheim St. Maria Magdalena (Im Weingarten 6) in Horneburg.