Ehrenmale in Datteln

 

Mahnmale für den Frieden, gegen den Krieg

 

 

Die Ehrenmale, die im öffentlichen Raum errichtet sind und an denen die Menschen jeden Tag vorbei kommen, sind im kollektiven Gedächtnis der Stadt fest verankert. Dazu zählen sicherlich das große Ehrenmal an der Castroper Straße, das Ehrenmal an der Schloßstraße in Horneburg und das Ehrenmal auf dem Alten Friedhof in Ahsen, vielleicht auch das alte Kriegerdenkmal am Lohbusch, gegenüber vom Dorfschultenhof.

 

Anders verhält es sich mit den Ehrenmalen in geschlossenen Räumen. Zu ihnen gehören das Ehrenmal in der Lutherkirche, das Ehrenmal im Comenius-Gymnasium, das Ehrenmal am Schloss Horneburg und die zwei Gedektafeln, die in der Josefkicrhe hingen und zur Zeit privat gesichert werden.

 

Das Ehrenmal an der Castroper Straße

 

An der Westseite der Castroper Straße, am südlichen Zugang zur Stadtmitte, erhebt sich hinter einer ruhigen Wasserfläche (dem früheren Teich der Rüpingschen Mühle) das Dattelner Ehrenmal. Eingefasst von altem Baumbestand der Parkanlage, ragt der Obelisk mit Ruhrsandsteinverblendung 16 Meter in die Höhe; er ist umgeben von einem Ehrenhof und einer schlichten, nach oben offenen Ehrenhalle.

 

Der Entwurf der Recklinghäuser Architekten Hannes und Ganteführer wird in den Jahren 1936/37 von der NSDAP-Ortsgruppe erbaut und am 19. September 1937 von Gauleiter Dr. Meyer eingeweiht. Ursprünglich trägt die Vorderseite einen Adler, auf der Rückseite ist ein Hakenkreuz zu sehen. Das Hoheitsabzeichen der nationalsozialistischen Bewegung wird nach Kriegsende von den Alliierten entfernt. Der alte Gedenkspruch „In der Hingabe des einzelnen Lebens für die Existenz der Gemeinschaft liegt die Krönung alles Opfersinns“ wird 1968 ersetzt durch die Worte „Den Opfern der Kriege und der Gewaltherrschaft zum Gedenken – den Lebenden zur Mahnung“. Im selben Jahr wird auch der Adler abgenommen.

 

 

 

 

Das Ehrenmal in Ahsen

 

Ursprünglich stand das Ahsener Kriegerdenkmal am Ostufer des Wesel-Datteln-Kanals, an der Straße nach Flaesheim zwischen der Ahsener Heide und dem Dorf. Es wurde 1925 auf einer terrassenförmig gestalteten Anhöhe aufgestellt, von der aus Dorf und Kirche gut zu sehen waren. Eingeweiht wurde es durch den Kriegerverein, den Schützenverein und viele Bewohner von Ahsen.

 In die polierte Vorderseite des wildgebrochenen Felsens aus rotem Odenwälder Granit sind die Namen der Ahsener Gefallenen des Ersten Weltkriegs und der Kriege von 1864, 1866 und 1870 eingemeißelt. Der Gedenkstein ruht auf einem Sockel aus naturbelassenem Ruhrsandstein. Der Obersockel besteht aus Muschelkkalkkunststein. Der aufgesetzte Adler ist aus einem terrazoähnlichen Beton.

Die etwas höhere Lage des Denkmals vermittelte dem Besucher den Eindruck, als schauten die Kriegsopfer auf das Dorf herab.

 

In den späten 1990er Jahren wurde das Ahsener Ehrenmal auf den alten Friedhof versetzt. Damals hielten die Dorfbewohner die dorfferne Lage der Gedenkstätte am Kanal für nicht mehr zeitgemäß und plädierten für einen dorfnäheren Standort, um sie stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, auch wegen der geringeren Umstände hinsichtlich der Feier am Volkstrauertag.

 

 

 

Das Ehrenmal an der Schloßstraße in Horneburg

 

1934 wurde der Alte Friedhof an der Kreuzstraße/Schulstraße (heute: Schloßstraße/Magdalenenstraße) zur Gedächtnisstätte umgestaltet. Ein Ehrenmal wurde errichtet und eine Grünanlage geschaffen. Im unteren Bereich des Altares wurden die Grabmäler einiger Horneburger Geistlicher eingelassen, nämlich von Vikar Ludger Schlüter (1835-1883), Pfarrer Carl Meÿer (1813-1891), Pfarrer Franz Stiene (1839-1901) und Kaplan Franz Render (1874-1902), zwischen ihnen ein Kreuz mit gelber Schleife, darunter Kelch und Hostie als Zeichen der Eucharistie und des Priestertums.


 

 

 

Das Kriegerdenkmal am Lohbusch

Im Jahre 1937, nach Fertigstellung des neuen Ehrenmales an der Castroper Straße, wurde das alte Kriegerdenkmal vom Tigg an den Lohbusch, gegenüber vom Eingang des Dorfschulten­hofes versetzt. Die Nazis 1937 hatten es dort als Erinnerungs­stück an vergangene glorreichere Zeiten wiederaufrichten lassen. Heute noch ist es an dieser Stelle in der ursprünglichen Form aus der Zeit des kaiserlichen, wilhelmini­schen Deutschland zu sehen. 

 

Das Kriegerdenkmal stand zunächst an zentraler Stelle auf dem Tigg. Dort hatten im 19. Jahr­hundert Mitglieder der Dattelner Krieger- und Landwehrvereins ein erstes Denkmal errichtet, das am 22. September 1889 eingeweiht wurde. Es war „zu Ehren der in den glorreichen Feldzügen 1866 und 1870/71 gefallenen 12 Kameraden“ errichtet worden. Die Steine für das Fundament und den Unterbau wurden von Vereinskameraden vom Stimberg angefahren, der Adler auf dem Denkmal maß in der Breite 1,50 m und in der Höhe 0,70 m.

 

Nach dem ersten Weltkrieg, in dem auch 489 Dattelner gefallen wa­ren, war das Denkmal vollkommen erneuert worden. Es erhielt 1922 einen neuen Sockel, an dessen Seiten die Namen der Gefallenen in vier Steinplatten eingemeißelt waren. Über den Verbleib dieser Steinplatten mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges war nichts in Erfahrung zu bringen.

 

 

 

Das Kriegerdenkmal in der Lutherkirche

Foto: Silke Wilhelm-Mämecke

Das Kriegerdenkmal in der Lutherkirche ist nur eines von mehreren auf Dattelner Stadtgebiet. Es repräsentiert den Typ zeitlich früher Denkmäler zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs, auf denen die Darstellung der Schrecken des Krieges vorherrschend ist. Für Angehörige konnte solch ein Denkmal mit dem Namen des Toten als Ersatz für ein nicht vorhandenes Grab dienen – ein Ort der Trauer. Gräber innerhalb von Kirchen haben eine lange Tradition.

 

Das Kriegerdenkmal für 116 Tote des Ersten Weltkriegs (1914-1918) war ursprünglich für den Altarraum des Lutherhauses (Brückenstraße 8) in der Zechenkolonie Beisenkamp entworfen worden. Am 14. April 1922 (Karfreitag) wurde die dreigliedrige „Kriegergedenktafel“ im Lutherhaus der Öffentlichkeit übergeben. Zur Gedenkfeier waren auch die Angehörigen der Gefallenen eingeladen.

 

Am 30. März 1923 (Karfreitag), in der Zeit der Besetzung des Ruhrgebiets durch die Franzosen, muss sich vor dem Denkmal der historische Handschlag zwischen dem französischen Kommandanten Etienne Bach und dem deutschen Amtsbeigeordneten Karl Wille („Dattelner Abendmahl“) vollzogen haben – ein Zeichen der Versöhnung und des Friedens, das von Datteln ausgegangen ist.

 

Das zentrale Bildmotiv, das den auferstandenen Christus und zwei gefallene deutsche Soldaten auf einem Schlachtfeld zeigt, stammt von dem Maler Willy Burghardt aus Rotthausen (Gelsenkirchen). Die Holzarbeiten wurden von der Firma Roters aus Suderwich (Recklinghausen) in Eiche ausgeführt.

 

Nach Errichtung der Lutherkirche wurde das Kriegerdenkmal an seinen jetzigen Standort überführt (in die ehemalige so genannte „Ehrenhalle“). Dafür war das Denkmal von vornherein bestimmt gewesen. Die Lutherkirche wurde am 4. November 1928 eingeweiht.

 

Anfang der 1980er Jahre hatte sich das Presbyterium dazu entschlossen, das Kriegerdenkmal hinter einem Vorhang zu verbergen, um den Raum für andere Zwecke nutzen zu können. Dadurch, dass das Kriegerdenkmal seit 2015 wieder offen sichtbar ist, stellt sich das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Datteln 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs seiner historischen Verantwortung. Alle Besucherinnen und Besucher sind zur kritischen Auseinandersetzung mit der Dattelner Kirchengeschichte eingeladen.

 

Das Kriegerdenkmal in der Lutherkirche ist nur eines von mehreren auf Dattelner Stadtgebiet. Es repräsentiert den Typ zeitlich früher Denkmäler zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs, auf denen die Darstellung der Schrecken des Krieges vorherrschend ist. Für Angehörige konnte solch ein Denkmal mit dem Namen des Toten als Ersatz für ein nicht vorhandenes Grab dienen – ein Ort der Trauer. Gräber innerhalb von Kirchen haben eine lange Tradition.

 

 

 

Das Ehrenmal im Comenius-Gymnasium

 

Das Ehrenmal wurde am 22. November 1959 mit einer Festrede von Dr. Hermann Grochtmann eingeweiht. „Er sprach mit bewegten Worten von allen, die von der Schulbank weg ins Feld gezogen und nicht wiedergekommen sind. Er habe alle gekannt, mit vielen in Briefwechseln gestanden und sei auch von vielen Jungen, als sie bereits den feldgrauen Rock trugen, im Urlaub besucht worden. Von mehreren Jungen besitze er die letzten Briefe.

 

Dr. Grochtmann beschrieb ihr Leben an der Schule, ihren Einsatz an den verschiedenen Fronten und sagte, dass sie fast alle in der vordersten Linie den Tod gefunden hätten. Besonders groß sei die Zahl derer gewesen, die noch fielen, als der Krieg für uns Deutsche aussichtslos geworden war. Der Jüngste unter den Gefallenen war noch keine 17 Jahre alt.

 

Ergriffen berichtete Dr. Grochtmann von Gesprächen, die er mit einigen der Jungen vor ihren letzten Fronteinsätzen geführt habe. Wenn man heute die Frage nach dem Sinn ihres Todes aufwerfe, dann sei auch er – Dr. Grochtmann – nicht in der Lage, sie zu beantworten.“

 

(zitiert nach: Dattelner Morgenpost vom 23. November 1959)

Das Mahnmal besteht aus einer Klinkerwand mit Leuchtschale und den in patinierter Kupferschrift ausgeführten Worten „Unseren Gefallenen 1914-1918, 1939-1945“. Vor der Klinkerwand befindet sich ein vorgebauter Sockel aus Solnhofer Platten. Allmählich aufwärts strebende stilisierte baumartige Gebilde aus Bronzebändern mit Teilformen des Eisernen Kreuzes sind der Wand unten vorgelagert.

 

Die künstlerische Gestalt des Mahnmals trägt die Handschrift des Kunsterziehers der Schule, Studienrat Walter Strunk. Er entwarf und schuf auch das Glasfenster, das an die Denkmalwand angrenzt. Mittig durch das Fenster zieht sich ein breiter senkrechter Metallstreifen: Er trägt reliefartige figürliche Darstellungen mit mehreren Figurengruppen, die – von unten nach oben – Zusammenbruch, Leid, Auferstehung und Freude versinnbildlichen. Aus dem Mittelstreifen erstrecken sich nach beiden Seiten die Tafeln mit den 33 Namen der Lehrer und Schüler, die unmittelbar aus der Schule in den Krieg ziehen mussten und als Soldaten ihr Leben verloren.


Das Vorhaben, dieses Mahnmal zu errichten, wurde damals vom „Verein alter Dattelner Abiturienten“ nicht nur ideell, sondern auch finanziell großzügig unterstützt.

 

 

 

Das Ehrenmal auf dem Schlosshof in Horneburg


Bilder: Heinrich Michael Knechten

Im Jahre 1922 wurde der Verein der ehemaligen Horneburger gegründet, der zu früheren Schülern der landwirtschaftlichen Lehranstalten in Horneburg Kontakt hielt. Seit Beginn seines Bestehens hatte dieser Verein die Absicht, für die im (Ersten) Weltkrieg Gefallenen ein Ehrenmal in Horneburg zu errichten, das durch den Verkauf von Postkarten als „Baustein“ finanziert wurde.. Am 15. Juli 1932 fand in Horneburg ein großes Fest statt, auf dem das 35jährige Bestehen der Landwirtschaftlichen Schule, das 25jährige Bestehen der Haushaltungsschule und das zehnjährige Bestehen des Vereins der ehemaligen Horneburger gefeiert wurden. Das feierliche Hochamt zelebrierte der Internatsleiter Heinrich Quabbendieker (* 3.5.1892 in Warendorf, Priesterweihe 21.5.1921, † 23.10.1973 in Haltern) und die Predigt hielt Pfarrer Anton Uekötter (* 14.5.1883 in Greven, Priesterweihe 5.6.1909, 1922 Pfarrer in Horneburg, † 19.2.1958). An diesem Tag wurde auf dem Schlosshof ein Ehrenmal für die Gefallenen des (Ersten) Weltkrieges eingeweiht, das der Münsteraner Bildhauer Albert Mazzotti gestaltet hatte. Die obere Aufschrift besagt: „Für Gott, Scholle und Vaterland.“ Die Widmung an der Vorderseite lautet: „Unseren im Weltkrieg 1914-18 gefallenen Mitschülern. Der Verein ehemal. Horneburger.“

 

 

 

Enthüllung der Gedenktafel im Dattelner Rathaus

Datteln, 14. April. (Gefallenengedenkfeier im Amtshause.) Nulla salus bello pacem te posdimus omnes, kein Heil ist in dem Krieg; den Frieden verlangen wir alle, das war das Motto, unter dem die Gefallenengedenkfeier der hiesigen Beamtenschaft stand. Vor der verhüllten Gedenktafel, an deren Fuß grüne Blattpflanzen und Lebensbäume aufgestellt waren, hatten sich die Vertreter des Amtes und die Kollegenschaft zu einer schlichten und erhebenden Feier versammelt, als der Vorsitzende des Beamtenausschusses, Paepke, die Anwesenden begrüßte und kurz auf den Zweck der Feier, des Gedächtnisses der 12 für das Vaterland gefallenen Kollegen, hinwies. Amtsbeamter Schmidt sprach den von ihm selbst verfaßten, der Bedeutung des Tages gerecht werdenden Prolog, worauf der Quartettverein mit dem Lied „Ueber den Sternen wird es einst tagen“ die Feier einleitete. Dann ergriff der Vorsitzende des Beamtenausschusses, Paepke, das Wort und führte ungefähr folgendes aus: „Wie bei anderen Behörden, haben auch wir uns entschlossen, unseren Kollegen ein Denkmal zu setzen. Mit vielen anderen Tausenden sind sie hinausgezogen, um ihre Treue zum Vaterland mit dem höchsten Gut, mit ihrem Leben zu besiegeln. Als äußeres Zeichen haben wir ihnen ein Denkmal gesetzt, getreu dem Dichterwort: Vergiß, mein Volk, die teuren Toten nicht! In treuer Pflichterfüllung sind sie hinausgezogen, uns zur Mahnung, auch unsere Pflicht zu tun, dieselbe treu zu erfüllen, gerecht und wohlwollend. Wohl können nicht alle Wünsche berücksichtigt werden, doch wenn jemand weiß, daß er gerecht und wohlwollend behandelt worden ist, so nimmt ihm das den Stachel der Bitterkeit. Die Gegensätze, die in unserem Vaterlande noch bestehen, müssen ausgeglichen werden, wir müssen uns näher kommen, und wenn wir die Mahnung unserer Toten recht verstehen und in diesem Sinne handeln, dann sind sie nicht umsonst gefallen. Im Sinne der Dankbarkeit und mit dem Wunsch „Treue um Treue“ enthülle ich den Gedenkstein und übergebe ihn Herrn Amtmann zu treuen Händen. -

 

Hierauf fiel die Hülle, die eine Tafel zeigte, gekrönt mit den Symbolen des Frontkämpfers, Stahlhelm mit einem quer darunter liegenden blanken Schwert, umwunden von Lorbeerblättern, die folgende Inschrift und Namen trägt: 1914-1918. Den gefallenen Beamten und Angestellten gewidmet. Benthaus Karl, 8.9.14, Büning Ludwig, 17.10.17, Feldhaus Theodor, 18.8.18, Gerdemann Bernhard, 2.11.14, Von der Horst Heinrich, 22.10.18, Koch Franz, 16.6.15, Siebert Wilhelm, 25.10.15, Siemerling Johann, 28.3.15, Spitta Julius, 21.3.16, Standhaft Ferdinand, 6.10.15, Telkers Theodor, 9.11.15, Wessels Franz, 13.11.16. -

 

Hierauf ergriff Amtmann Dr. Odenbreit das Wort, der folgendes ausführte: Gern übernehme ich die Gedenktafel in die Obhut des Amtes. Die Kollegenschaft hat es sich nicht nehmen lassen, eine Gedenktafel im Amtshause aufzustellen. Die Amtsversammlung wollte nicht zurückstehen und wird sich gern an den Kosten beteiligen. Meine sehr verehrten Herren! Es sind jetzt zwei Tage her, da fuhren wir hinaus in einer zukunftsfreudigen Stimmung. Heute versammeln wir uns in ernster Stunde. Wenn wir heute an die Gefallenen zurückdenken, so erscheinen sie uns in einer gewissen Verklärung, denn die Zeit heilt alle Wunden, der irdische Schmerz hat nachgelassen. Der Gedanke an die Gefallenen muß uns Lebenden eine Mahnung zum Idealismus sein, eine Mahnung zur Kameradschaft und zum Opfermut. Der Beamte ist dem Soldaten ähnlich, er muß wie der Priester auf manches verzichten, er muß auf die irdischen Güter nicht so das Hauptgewicht legen, er hat dem Staat zu dienen. Ich möchte hoffen, daß, wenn der Blick auf diese Tafel fällt, uns bewußt werden möge, daß wir Opfermut aufzubringen haben, und daß wir der Kameradschaft dienen. Anspielend auf die Gegensätze im Staat, kam der Redner auf die Gerichte zu sprechen, die Verleumdern und Ohrenbläsern, die verdienstvolle Männer herabzuwürdigen versuchen, scharf anfaßt. „Ohrenbläsern und törichten Redereien“, so führte der Redner weiter aus, „über die Amtsversammlung und die Beamtenschaft sollte man kein Gehör schenken, dann handeln wir im Sinne unserer Toten, zum Segen des Ganzen, vor allen Dingen aber zum Segen der Gemeinde und des Amtes Datteln.“ - Nach dem Liede „Wie sie so sanft ruhn“ dankte der Vorsitzende des Beamtenausschusses den Anwesenden nochmals für ihr Erscheinen, womit die schlichte Feier ihren Abschluß fand.

Recklinghäuser Zeitung vom 16.04.19

 

 

 

Gedenktafeln aus der Josefkirche